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Großes Gewerbegebiet an ungarisch-österreichischer Grenze geplant

Statt eines großen Casinoprojekts namens "Eurovegas" will nun ein Entwickler in der Nähe von Nickelsdorf und Bezenye einen Industriepark errichten, in dem Logistik, Produktion und Landwirtschaft angesiedelt werden sollen.

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Wo 2014 der Traum vom 300 Mio. schweren Casinoprojekt "Eurovegas" an der ungarisch-österreichischen Grenze platzte, soll nun der Mega-Industriepark "Lajtania-Park" entstehen. Hinter dem "Europäischen Landmarkenprojekt" mit einem Volumen von einer Milliarde Euro steht die deutsche Unternehmensgruppe Fakt AG.

Laut Aussendung sind moderne Landwirtschaftsproduktion, wertschöpfende Weiterverarbeitung und Logistik zentrale Bausteine.

Grundstück wurde bei einer Zwangsversteigerung verkauft

Das Unternehmen hatte den Zuschlag für das 330 Hektar große Grundstück nahe der Ortschaften Bezenye und Hegyeshalom (Nickelsdorf) im Rahmen einer Zwangsversteigerung erhalten.

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Geplant sind ein Gewächshauspark, eine Obst-/Gemüseverarbeitung, die größte Onshore-Fischzucht Europas, ein Logistikzentrum, 1.000 Wohnungen sowie ein Hotel und Einkaufsmöglichkeiten. Laut Aussendung hat die ungarische Regierung dem Projekt nationale Bedeutung und damit den sogenannten "VIP-Status" zugesprochen, was die Genehmigungsvergabe beschleunige. Auch eine Autobahnanbindung ist geplant. Der Bau soll voraussichtlich Mitte 2021 beginnen, erklärte Karoly Toth, Geschäftsführer der Fakt Hungaria Kft.

Das Mega-Casinoprojekt Eurovegas war 2014 durch Konzessionsentzug endgültig begraben worden, da es wegen Finanzproblemen stagniert hatte. An dem Projekt war unter anderem der oberösterreichische Schotterunternehmer Hans Asamer federführend beteiligt. Pläne zur Errichtung des grenznahen Glücksspieltempels gab es schon im Jahr 1997, doch der Baubeginn hatte sich immer wieder verzögert. (apa/red)

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