Autozulieferer

Großer süddeutscher Anlagenbauer Eisenmann ist pleite

Der süddeutsche Anlagenbauer Eisenmann, der mehr als 3.000 Mitarbeiter beschäftigt, hat Insolvenz angemeldet. Das Unternehmen ist auf den Bau von Lackeranlagen für die Autoindustrie spezialisiert.

Der württembergische Anlagenbauer Eisenmann ist pleite. Das Familienunternehmen aus Böblingen hat nach eigenen Angaben beim Amtsgericht Stuttgart einen Insolvenzantrag gestellt. Von der Insolvenz betroffen sind mehr als 3.000 Mitarbeiter, hieß es weiter.

Erste Interessenten klopfen schon an

Für das angestammte Geschäft mit Lackieranlagen für die Autoindustrie suche Eisenmann nun einen strategischen Partner, erklärte Chefsanierer Michael Keppel. "Die ersten Interessenten haben sich auch schon gemeldet."

Eisenmann ist ein Konkurrent der börsennotierten Dürr AG. Im Frühjahr hatte Eisenmann mit der Sanierung begonnen, nachdem es bei einigen Großprojekten zu Schwierigkeiten gekommen war. Diese hätten 2018 zu einem hohen Verlust geführt, erklärte das Unternehmen. Ein Jahr zuvor war der Umsatz auf 723 Millionen Euro eingebrochen.

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"Wir mussten hier schnell und konsequent handeln", so der Sanierer Keppel. Nach seinen Worten unterstützen die Familie Eisenmann und die Kreditgeber den eingeschlagenen Weg. (reuters/apa/red)

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