Möller-Maersk

Große Reederein Europas machen schwere Zeiten durch

Historisch niedrige Frachtraten und der gefallene Ölpreis machen den Reedereien in Europa schwer zu schaffen - jüngstes Beispiel ist die dänische Großreedere Möller-Maersk, die auch in der Ölindustrie tätig ist.

Historisch niedrige Frachtraten und der gefallene Ölpreis haben dem dänischen Reederei- und Ölgiganten A.P. Möller-Maersk 2015 schwer zu schaffen gemacht. Unter dem Strich rutschte der Gewinn der Gruppe um 82 Prozent von knapp 5,2 Mrd. auf 925 Mio. US-Dollar (823,25 Mio. Euro) ab.

Weil die Gruppe mit einem anhaltend niedrigen Ölpreis rechne, habe Möller-Maersk in der Ölsparte Abschreibungen in Höhe von 2,6 Mrd. US-Dollar vorgenommen, erklärte Unternehmenschef Nils Smedegaard Andersen.

"Wir sind mit der guten operativen Leistung in unseren Geschäftsbereichen 2015 zufrieden", sagte Smedegaard Andersen am Mittwoch einer Mitteilung in Kopenhagen zufolge. Der Umsatz der Gruppe fiel leicht auf knapp 40,4 Mrd. Dollar.

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Im November 2015 hatte Maersk angekündigt, in seiner Containersparte, dem größten Standbein des Unternehmens mit rund 23.000 Mitarbeitern, bis Ende 2017 etwa 4,000 Stellen streichen zu wollen. Für 2016 rechnen die Dänen erneut mit einem schwierigen Jahr. (dpa/apa)