Waffen

Großauftrag für Steyr: Bundesheer bestellt 34 Panzer "made in Simmering"

Ein Millionendeal für den zu General Dynamics gehörenden Wiener Panzerbauer Steyr: Das Unternehmen liefert 34 Transportpanzer des Typs "Pandur" an das Österreichische Bundesheer. Diese Panzerart ist das meist genutzte Fahrzeug in Auslandseinsätzen.

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Das Bundesheer fixiert den größten Rüstungsauftrag der letzten zehn Jahre: 34 neue Mannschaftstransportpanzer des Typs "Pandur".

Für den Hersteller General Dynamics ist es ein sehr willkommener Großauftrag. 

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Das Bundesheer fixiert den größten Rüstungsauftrag der letzten zehn Jahre: 34 neue Mannschaftstransportpanzer des Typs "Pandur".

Für den Hersteller General Dynamics ist es ein sehr willkommener Großauftrag. 

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Der Auftrag ist 105 Millionen Euro schwer.

General Dynamics wird die Panzer in seinem Werk im Wiener Bezirk Simmering produzieren, dem Standort von Steyr-Daimler-Puch Spezialfahrzeug.

Geliefert wird ab 2018.

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Bis 2020 investiert das Heer 500 Mio. Euro in die Mobilität. Davon gehen 300 Millionen Euro in gepanzerte Fahrzeuge.

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Die 34 neuen Radpanzer des Typs "Pandur" seien der größte Rüstungsauftrag der letzten zehn Jahre, hieß es bei der Bekanntgabe der Bestellung. Derzeit hat das Heer 78 Stück.

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Ziel sei es, beim Bundesheer in verschiedenen Bereichen, etwa auch bei der Mobilität, "eine Trendwende einzuleiten", betonte Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil, SPÖ.

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Anlässlich des Großauftrags machte sich Doskozil an der vielsagenden Adresse "Schusslinie 1" in Simmering ein Bild vom Werksgelände des Waffenbauers.

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Der "Pandur" ist das meist genutzte Fahrzeug in Auslandseinsätzen, das den Soldaten Schutz vor Splittern und vor Beschuss bietet.

Auch die neuen Fahrzeuge werden beim Jägerbataillon 17 in Strass und beim Jägerbataillon 19 in Güssing landen. Mitte 2020 soll die Lieferung abgeschlossen sein.

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Der hier zu sehende Innenraum eines militärischen Transportfahrzeuges sieht recht geräumig aus.

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Hier der Innenraum eines Mannschaftstransportpanzers.

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Im Bild Martin Reischer, Managing Director der General Dynamics (links) und Minister Doskozil.

Mit dem Auftrag erziele man 70 Prozent nationale Wertschöpfung, betonte Doskozil bei dem Termin.

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Die Mitarbeiterzahl am Standort in Simmering werde sich um zehn Prozent erhöhen, so Doskozil.

In das Projekt sind rund 180 österreichische Unternehmen eingebunden.
 

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Der Auftrag "stärkt den Standort", pflichtete Geschäftsführer Martin Reischer bei. Man könne so hochqualifizierte Arbeitsplätze halten und ausbauen.

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Von der Entwicklung bis zur Schweißerei und der Montage werde alles im Werk gemacht. Welche Komponenten nicht in Österreich gefertigt werden, nannte Reischer auf Nachfrage nicht - das Fahrzeug bestehe aus über 30.000 Einzelteilen.

Im Bild Generalstabschef Othmar Commenda in erhöhter Position.

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Der Wiener Panzerbauer Steyr (Steyr-Daimler-Puch Spezialfahrzeug, SSF) wurde 2003 von österreichischen Investoren an den amerikanischen Waffenbauer General Dynamics verkauft.

Der Konzern gliederte die Firma daraufhin in seine europäische Tochtergesellschaft „General Dynamics European Land Systems“ ein.

Ende 2013 hatte das Unternehmen eine Restrukturierung und einen enormen Mitarbeiterabbau von rund drei Vierteln seiner Simmeringer Belegschaft angekündigt.

Am Standort Wien sollten anstatt der Panzerproduktion nur mehr Wartung, Reparatur und Serviceleistungen stattfinden.

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Auf Nachfrage, ob es nun so einfach möglich sei, die Produktion wieder aufzunehmen, hieß es aus dem Unternehmen, dass die Produktion ja nicht stillgelegt worden sei.

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Bei General Dynamics hieß es, in der letzten Zeit habe es sich lediglich um eine "Zwangspause" gehandelt, nachdem ein großer Serienauftrag aus Kuwait für den Radpanzer Pandur ausgelaufen und Folgeaufträge nicht gekommen seien.

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Von links nach rechts: Martin Reischer, Managing Director von General Dynamics, Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SPÖ), Generalstabschef Othmar Commenda, Nationalratsabgeordneter Harald Troch (SPÖ).

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Die Sparte "European Land Systems" produziert neben Wien auch in Deutschland, Spanien und der Schweiz. Beschäftigt werden nach eigenen Angaben mehr als 2.000 Mitarbeiter.

Bei der Steyr-Schwestergesellschaft Mowag baut General Dynamics den „Piranha“, einen dem Pandur ähnlichen Radpanzer.

(red und Material von APA)

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