Bilanz

Greiner Holding steigert Umsatz

Ein Umsatzplus von 7,6 Prozent bringt 882,6 Millionen Euro für 2011. Für das laufende Jahr erwartet das Unternehmen eine weitere Steigerung von bis zu zehn Prozent.

Die kunststoffverarbeitende Greiner Holding AG mit der Zentrale in Kremsmünster (Bezirk Kirchdorf) in Oberösterreich hat 2011 mit einem Umsatzplus von 7,6 Prozent auf 882,6 Millionen Euro abgeschlossen. Finanzvorstand Hannes Moser erwartet für 2012 einen Anstieg um 7 bis 10 Prozent, wie er in einem Pressegespräch am Dienstag in Linz bekanntgab. Für die Tochter Greiner Perfoam soll heuer ein strategischer Partner gefunden werden. Der Automobilzulieferer habe zwar eine gute Position, gehöre aber nicht zum Kerngeschäft, erklärte Vorstandsvorsitzender Axel Kühner.

Bio-One schwächer gewachsen Der Umsatz der Greiner Bio-One International AG, an der die Holding zu 11,16 Prozent und die Familie Greiner zu 88,84 Prozent beteiligt ist, erhöhte sich 2011 nur um 1,6 Prozent auf 316,2 Millionen Euro. Das moderate Plus sei auf die stark volatilen Rohstoff- und Fremdwährungsmärkte zurückzuführen gewesen, so Moser. Er berichtete von einem "schwierigen Marktumfeld" im vergangenen Jahr. Während die entwickelten Länder geboomt hätten, sei die Situation in Nordafrika und Südamerika schwierig gewesen. Das bekam vor allem die Greiner Tool.Tec (Werkzeuge und Maschinen für Profilextrusion) zu spüren, als einziges Tochterunternehmen musste sie einen Umsatzrückgang von 25 Prozent hinnehmen. Einstieg in die Solartechnik 2010 war Greiner in die erneuerbare Energie eingestiegen und hatte drei insolvente Solartechnikfirmen übernommen. Die Restrukturierung sei im Vorjahr abgeschlossen worden, hieß es. Zudem habe man die Internationalisierung in den BRICS-Staaten vorangetrieben. Die Bio-One ging ein Joint Venture in China ein, Greiner Packaging übernahm eine "deutliche Mehrheit" am rumänischen Mitbewerber Amplast. Insgesamt 102 Millionen Euro und damit um 9 Prozent mehr als 2010 wurden investiert - in Kapazitätserweiterungen, aber auch in Automatisierung, so Moser. Der Cash-Flow sank in der Holding um 31 Prozent auf 46 Millionen Euro und in der Bio-One um 21 Prozent auf 30 Millionen Euro. Die Mitarbeiterzahl hingegen stieg in Summe um 494 auf 7.899. 2012: "Vorsichtig abwartend"

Heuer gibt sich der Konzern vorsichtig abwartend und wird voraussichtlich um etwa ein Viertel weniger investieren. Die Preise für Vormaterialien hätten auch im ersten Quartal des laufenden Jahres angezogen, berichtete Moser. Seit Mai seien die Rohstoffkosten wieder "sehr leicht" rückläufig.

Aktuell befasst sich die Gruppe mit einer Portfoliobereinigung der Greiner Technology & Innovation, in der alle nicht zum Kerngeschäft gehörende Bereiche gebündelt sind. Die Holding will ihre Beteiligungen "auf den Prüfstand stellen". Für die Perfoam beispielsweise soll ein Partner gefunden werden. "Für uns ist alles denkbar", sagte Kühner, der sich sowohl ein Joint Venture als auch einen hundertprozentigen Verkauf vorstellen kann. (APA)

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