Ergebnisse

Greiner-Gruppe mit erfolgreichsten Geschäftsjahr in der Geschichte

Die kunststoffverarbeitende Greiner Holding mit Sitz in Kremsmünster hat ihren Umsatz 2014 (2013: 1,29 Milliarden) um zwei Prozent auf 1,32 Milliarden Euro erhöht. Es sei das erfolgreichste Geschäftsjahr in der Geschichte gewesen, was auch die Investitionsbereitschaft massiv erhöht.

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Heuer peile man ein Umsatzwachstum von fünf bis zehn Prozent an, sagte Vorstandsvorsitzender Axel Kühner am Dienstag in einer Pressekonferenz in Linz.

Das Familienunternehmen steigerte auch den Cash Flow auf 113 Millionen Euro (2013: 83 Millionen). Damit finanzierte man 81 Millionen Euro an Investitionen. Rund 40 Prozent seien in österreichische Standorte geflossen, betonte Finanzvorstand Hannes Moser. Insgesamt habe man in den vergangenen fünf Jahren 165 Millionen Euro in Österreich investiert, das seien 43 Prozent der Gesamtinvestitionen. Heuer sollen es über 100. Millionen Euro sein. Die Auftragslage für 2015 sieht Kühner positiv. Die Vor- und Nachteile von Kunststoff sollen zukünftig besser kommuniziert werden, betonte er, man arbeite derzeit an einer Strategie. Als einen Höhepunkt 2014 bezeichnete Moser den Neu- und Ausbau von Mediscan in Kremsmünster. Die Sterilisationstochter wurde um ein Röntgen-Verfahren erweitert.

Mit rund 82 Prozent des Umsatzes ist Europa der Kernmarkt der Gruppe, an zweiter Stelle kommen die USA mit acht Prozent. Nordamerika und Asien seien die Regionen mit der stärksten Bedeutung in den kommenden Jahren, so Moser. Greiner produziere jeweils vor Ort für den dortigen Markt. In Südafrika betreibe man über ein Joint Venture die modernste Anlage zur Herstellung von Schaumstoff in ganz Afrika. In Polen laufe die größte Schäumerei in der Gruppe, so Kühner. Serbien erweise sich bei den Verpackungen als Hub für Südosteuropa. Generell sei diese Region sehr stabil im Wachstum.

Arbeitsplätze schaffen

Von den weltweit - Greiner betreibt 133 Standorte in 29 Ländern - 8.451 Mitarbeitern sind 2.300 in Österreich tätig, 2014 wurden hierzulande 100 neue Arbeitsplätze geschaffen, heuer sollen es 50 bis 100 sein.

Die vormals eigenständige Greiner Bio-One wurde Ende 2014 in das Unternehmen eingegliedert und ist nun die fünfte Division neben Greiner Packaging, Foam International, Perfoam und Tool Tec. Mit Verpackungen erzielte man 39 Prozent des Umsatzes, fast ausschließlich in Europa, der erste Produktionsstandort in den USA ging in Pennsylvania in Betrieb. Bio-One liefert 29 Prozent der Betriebsleistung, erstmals wurde in Monroe (North Carolina/USA) die 100-Millionen-Dollar-Marke durchbrochen. Die Nachfrage nach Medizinprodukten halte an.

Foam International mit 19 Prozent des Gruppenumsatzes konnte erste Produkte, medizinische Matratzen, in China verkaufen. Die Perfoam wuchs mit plus acht Prozent am stärksten und trägt acht Prozent zum Umsatz bei. Hier konnten mit Akustikbauteilen neue Kunden gewonnen werden. Im Interieurbereich kamen Aufträge von Bentley und Tesla dazu. Im ersten Halbjahr 2015 wolle man einen neuen Standort in Marchtrenk beziehen, 500.000 Euro sollen in Lager investiert werden.

Als einzige Division ein Minus schrieb Tool Tec. Bei fünf Prozent am Gruppenumsatz gab es einen Rückgang von zehn Prozent. "Das war vor etwa einem Jahr anvisiert", erklärte Moser. Die Situation sei schwierig, Hauptkunden seien österreichische und deutsche Fensterhersteller. Man wolle in Zukunft das Produktportfolio verbreitern. (apa)

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