Anlagenbau

Grazer Anlagenbauer GAW übernimmt Mehrheit am Verfahrenstechniker Lömi

GAW übernimmt die Mehrheit an der bayerischen Firma Lömi. Dieses Unternehmen ist auf die Produktion von verfahrenstechnischen Anlagen zum Umgang mit Lösemitteln spezialisiert. Das Kerngeschäft liegt in der Entbinderung von Spritzguss mit Metall und Keramik sowie in der Lösemittelrückgewinnung.

Die Grazer GAW Gruppe hat sich 60 Prozent der Unternehmensanteile an der bayrischen Lömi GmbH gesichert. Das Volumen lag im einstelligen Millionen-Euro-Bereich, hieß es auf APA-Nachfrage. Die Mehrheitsbeteiligung bringt den Steirern laut eigenen Angaben eine "Kompetenzerweiterung im Bereich der lösemittelbasierten Kunststoffkreislaufwirtschaft".

Eckdaten zum Unternehmen Lömi

Lömi mit Sitz in Großostheim im äußersten Nordwesten von Bayern ist ein Hersteller von verfahrenstechnischen Anlagen zum Umgang mit Lösemitteln. Das Kerngeschäft liegt im Bereich der Metall- und Keramikspritzguss-Entbinderung sowie der Lösemittelrückgewinnung.

Lömi-Anlagen werden weltweit in den Branchen Automobilindustrie, Luft- und Raumfahrt, Chemie, Kunststoffverarbeitung, Optische Industrie, Oberflächentechnik, Elektronikindustrie, Druckindustrie, Pharmazie sowie Medizintechnik eingesetzt. Zu den Kunden zählen auch Unternehmen wie Leica, die Swatch Group sowie Unilever.

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In den vergangenen Jahren habe Lömi eine neue Technologie für Anlagen der Kunststoffkreislaufwirtschaft zur industriellen Reife entwickelt, geht aus einer Aussendung hervor. Mit ihr sollen Mehrschicht-Kunststoff-Folienabfälle, zum Beispiel bei Lebensmittelverpackungen, materialschonend in die unterschiedlichen Bestandteile aufgetrennt, gereinigt und für die Weiterverarbeitung konfektioniert werden können. Derart wieder gewonnene Rohstoffe würden in ihrer Qualität Neuware entsprechen.

Arbeit am weltweiten Durchbruch

Nun will die GAW Gruppe und Lömi der Technologie "weltweit zum Durchbruch verhelfen", weshalb man eine strategische Partnerschaft eingegangen sei. Die seit 1991 bestehende Lömi wird weiterhin vom Gründungsgesellschafter José M. Dias Fonseca und von Christian Ferreira Marques geführt, die beide auch weiter an der Gesellschaft beteiligt sind.

"Die Metall- und Keramikspritzguss-Branche ist stark im Wachstum begriffen, zudem wechseln Teilehersteller vermehrt zum Verfahren der Lösemittelentbinderung. Verschärfte Gesetze zum Umwelt- und Arbeitsschutz werden die Nachfrage nach sauberen Verfahren in den kommenden Jahren weiter erhöhen", meinten Robert Assl-Pildner-Steinburg und Alexander Rinderhofer von der GAW Gruppe.

"Aufgrund der steigenden Kundennachfrage hat sich der Umsatz unseres Unternehmens stetig erhöht, in den vergangenen beiden Jahren jeweils um 46 und 65 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Daher war es für uns der logische Schritt, einen strategischen Partner für die Erweiterung unserer Geschäftsfelder und die weitere Internationalisierung zu suchen", schilderte Ferreira Marques.

Eckdaten zu GAW

Die 1951 gegründete GAW Gruppe ist ein laut eigenen Angaben weltweit agierender Technologiekonzern mit über 500 Mitarbeitern, 18 Standorten und einem Jahresumsatz von 102 Mio. Euro. Das Portfolio aus Anlagen, Produkten und Industriedienstleistungen bedient mit Papier, Kunststoff, Chemie, Umwelt und Automobil fünf Märkte in beinahe allen Regionen der Welt. (apa/red)

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