Gummiindustrie

Goodyear: Mit der Automatisierung fallen 1.100 Jobs in Deutschland weg

Der amerikanische Reifenhersteller Goodyear investiert 106 Millionen Euro in die Automatisierung seiner Standorte in Deutschland. Gleichzeitig werden viele hundert Arbeitsplätze abgebaut.

Der US-Reifenhersteller Goodyear Dunlop streicht in Deutschland 1.100 Arbeitsplätze. Vom Stellenabbau betroffen seien der Stammsitz in Hanau nahe Frankfurt und das Werk in Fulda, wie das Unternehmen mitteilte.

Jürgen Titz, Vorsitzender der Geschäftsführung von Goodyear Dunlop Tires Germany, sagte: "Jeder Stellenabbau ist mit einer extrem schwierigen Entscheidung verbunden - aber eine, die wir treffen müssen, um beide Werke zukunftsfähig zu machen." Man wolle den Personalabbau sozialverträglich gestalten.

Arbeitsplätze verschwinden - Automatisierung wird ausgebaut

Das Unternehmen plant zugleich, 106 Millionen Euro in die Werke in Hanau und Fulda zu investieren. Damit sollen Leistungsfähigkeit und Produktivität steigen. Die Standorte sollen sich auf eine automatisierte Produktion von Autoreifen ab Zollgröße 17 bei Premiumprodukten konzentrieren. Zugleich würden die Kapazitäten für kleine, weniger profitable Reifengrößen in beiden Werken reduziert. Insgesamt werde die Gesamtkapazität der beiden Werke um rund drei Millionen Reifen pro Jahr sinken.

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Goodyear Dunlop ist nach eigenen Angaben einer der größten Reifenhersteller Deutschlands und beschäftigt 6.400 Mitarbeiter. Neben Fulda und Hanau hat das Unternehmen auch Werke in Rheinland-Pfalz, Sachsen und Brandenburg. Weltweit beschäftigt Goodyear Dunlop 64.000 Mitarbeiter in 22 Ländern. (dpa/apa/red)

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