Edelmetalle

Goldpreis durchbricht historische Marke von 2.000 Dollar

Die Rekordjagd beim Goldpreis geht auch oberhalb der Marke von 2.000 US-Dollar ungebremst weiter. Stärkster Preistreiber beim Gold bleibt die Coronakrise. Dazu kommt die Angst vor der Geldflut, die gerade viele Notenbanken in Industriestaaten verursachen.

Die Rekordjagd beim Goldpreis geht auch oberhalb der Marke von 2.000 US-Dollar ungebremst weiter. Zuletzt erreichte der Preis für eine Feinunze (rund 31,1 Gramm) an der Börse einen neuen Höchststand von gut 2.041 Dollar (1.734,8 Euro), nachdem die Notierung erstabend die Marke von 2.000 Dollar geknackt hatte.

Seit Beginn des Jahres hat das gelbe Edelmetall damit rund ein Drittel an Wert gewonnen. In Euro gerechnet hatte der Preis für eine Feinunze Gold in der vergangenen Nacht ebenfalls schon einen neuen Rekordwert bei 1.720,04 Euro erreicht.

Stärkster Preistreiber beim Gold bleibt die Coronakrise. Aus Sorge vor den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie versuchen immer mehr Investoren, ihr Vermögen durch verstärkte Goldkäufe abzusichern. Zuletzt hatte aber auch eine Dollarschwäche die Nachfrage nach dem Edelmetall verstärkt. Weil Gold auf dem Weltmarkt in Dollar gehandelt wird, macht eine schwache US-Währung das Edelmetall in Ländern außerhalb des Dollarraums günstiger.

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Wachsende Angst vor der Geldflut der Notenbanken

Hinzu kommt die Sorge vieler Anleger vor den Folgen der Geldflut, mit der Industriestaaten und Notenbanken gegen die Folgen der Coronakrise ankämpfen. Während die Inflation in den führenden Volkswirtschaften noch vergleichsweise schwach ist, könnte die Geldflut die Preisentwicklung auf längere Sicht spürbar verstärken. Gold wird von vielen Anlegern als Inflationsschutz geschätzt.

Daher rechnen Experten vorerst mit einer Fortsetzung des Höhenflugs beim Goldpreis. "Die Bühne ist bereitet für einen weiteren Anstieg", erklärte Marktstratege Paul Wong vom kanadischen Vermögensverwalter Sprott. (dpa/apa/red)