Edelmetalle

Gold: Preis für Gold auf dem höchsten Stand seit 2013

Die Eskalation im Nahen Osten treibt den Goldpreis weiter nach oben. Zuletzt kletterte der Gegenwert einer Feinunze auf den höchsten Stand seit sieben Jahren.

Die Eskalation im Nahen Osten treibt den Goldpreis weiter nach oben. Diese Woche stieg der Preis für eine Feinunze (31,1 Gramm) bis auf 1.588,13 US-Dollar (1.424,72 Euro) und damit auf den höchsten Stand seit 2013. Bis zum Morgen bröckelte der Kurs zwar wieder etwas ab, lag aber mit 1.577,26 Dollar immer noch um 1,61 Prozent über dem Schluss vom Freitag letzter Woche.

Damit setzte sich der Kursanstieg der vergangenen Tage infolge der von US-Präsident Donald Trump angeordneten Tötung des iranischen Top-Generals Ghassem Soleimani fort. Gold ist bereits seit einigen Wochen wieder verstärkt als Krisenwährung gefragt. Anfang Dezember vergangenen Jahres hatte die Feinunze rund 1.450 Dollar gekostet.

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Nur wenige Tage nach der Tötung Soleimanis überschlagen sich damit die Ereignisse - es droht eine militärische Eskalation. Die Europäer fordern von allen Seiten Zurückhaltung und wollen auf Diplomatie setzen.

Noch trauern im Iran Hunderttausende bei Prozessionen um Soleimani, aber Teheran hat Rache geschworen und dürfte wohl bald handeln. Für diesen Fall hatte Trump zunächst nur der Islamischen Republik harte Vergeltungsschläge in Aussicht gestellt, doch nun bekommt auch der Irak den Unmut des US-Präsidenten zu spüren: Für den Fall eines feindseligen Rauswurfs der rund 5.000 US-Soldaten aus dem Krisenland drohte Trump dem bisherigen US-Verbündeten mit Sanktionen "wie nie zuvor". (dpa/reuters/apa/red)

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