Autoindustrie

GM fürchtet um Absatz eines ausschließlich in China gefertigten SUV

Der amerikanische Autoriese GM baut das Modell "Buick Envision" ausschließlich in China - und verkauft es in den USA um stolze 35.000 Dollar. Jetzt könnte der Handelskrieg dem Hersteller einen Strich durch die Rechnung machen.

Automobilindustrie General Motors Außenhandel China USA

Der größte US-Autobauer General Motors (GM) kommt mit den von US-Präsident Donald Trump verfügten Zöllen auf Einfuhren aus China offenbar nicht zurecht.

Der Konzern beantragte nach eigenen Angaben eine Ausnahme von dem Zöllen in Höhe von 25 Prozent für sein in China gefertigtes Modell Buick Envision. GM fürchtet, dass die Sonderabgabe den Absatz des Modells gefährden könnte.

In China fertigen - in den USA teuer verkaufen

Kritiker haben sich wiederholt den mittelgroßen Buick Envision vorgeknöpft, der ab einem Preis von rund 35.000 Dollar (rund 30.000 Euro) in den USA zu haben ist. Sie stören sich daran, dass US-Firmen in China fertigen lassen. Zu diesen Kritikern gehören US-Arbeiter mit ihrer Gewerkschaft United Auto Workers, die vor allem in den politisch hart umkämpften Bundesstaaten Michigan and Ohio stark vertreten sind.

GM will jetzt Ausnahmen für sich

Das Envision-Modell wird ausschließlich in China montiert und brachte GM im vergangenen Jahr fast ein Fünftel seines Buick-Markenumsatzes in den USA.

GM hat den Antrag auf Ausnahme von den Sonderzöllen nach eigenen Angaben am 30. Juli beim US-Handelsbeauftragten eingereicht. Der Autobauer argumentiert, mit den Einnahmen aus dem Envision-Geschäft werde in US-Fabriken und in die Entwicklung neuer Fahrzeuge in den Vereinigten Staaten investiert.

Großteil des Modells wird in China verkauft

Laut GM wurden im vergangenen Jahr rund 200.000 Envision-Fahrzeuge in China verkauft, rund 41.000 in den USA. Daher mache die Montage in der Volksrepublik Sinn. (reuters/apa/red)

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