Agrarchemische Industrie

Glyphosat - Frankreich strikt gegen Verlängerung der Zulassung

Frankreich will bei den Beratungen über das umstrittene Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat in Brüssel gegen eine Zulassungsverlängerung eintreten. "Meine Position wird fest sein", so Umweltminister Nicolas Hulot.

Frankreich will bei den Beratungen über das umstrittene Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat in Brüssel gegen eine Zulassungsverlängerung eintreten. "Meine Position wird fest sein", sagte Umweltminister Nicolas Hulot vor einem Senatsausschuss in Paris. "Ich bin aber nicht sicher, ob die anderen EU-Länder unserer Position folgen werden."

Beratungen diese Woche

Ein Sondergremium berät diese Woche in Brüssel über eine Verlängerung der Zulassung des Pflanzenschutzmittels Glyphosat um zehn Jahre. Eine Abstimmung ist für September vorgesehen.

Das Herbizid ist hoch umstritten: Während das Internationale Krebsforschungszentrum die Chemikalie als "wahrscheinlich" krebserregend einstuft, hält die EU-Chemieagentur ECHA ein solches Risiko für "unwahrscheinlich".

White Paper zum Thema

Die EU-Kommission hatte im Juni vergangenen Jahres nach einer monatelangen Hängepartie mangels einer Mehrheit der Mitgliedstaaten für oder gegen Glyphosat die Zulassung vorerst um eineinhalb Jahre verlängert, bis Ende dieses Jahres. Frankreich stimmte gegen eine Verlängerung.

"Ich höre die Bemerkung: 'Es gibt zu Glyphosat keine Alternative'", sagte Hulot. "Aber warum? Weil eine Entscheidung immer vertagt wird und deswegen keine Alternativen gesucht werden." (afp/apa/red)