Insolvenz

GLS könnte gerettet werden

Es ist "ein Riesenschritt vorwärts" zur Fortführung der insolventen Baufirma GLS, wie es Masseverwalter Peter Shamiyeh ausdrückt. Denn bei GLS liegt ein Finanzierungsangebot einer Bank für eine Fortführung des Unternehmens am Tisch.

GLS Insolvenzen Bauindustrie

Stundenlang wurde zwischen Masseverwalter und Banken verhandelt. Am Ende der Gespräche stand laut Shamiyeh ein Finanzierungsangebot, mit dem man das Unternehmen bis zur Sanierungstagsatzung im März fortführen könnte. Sollte der Sanierungsplan angenommen werden, müsse man dann über die weitere Finanzierung sprechen.

Wie viele der Beschäftigten ihren Job behalten können, wenn die Bankgremien und der Gläubigerausschuss grünes Licht geben sollten, ließ er noch offen. Vermutlich würden zunächst einige Bereiche geschlossen, Ziel sei aber, dass man das Geschäft im Frühling wieder in Schwung bringen und wieder aufbauen könne.

Die GLS Bau und Montage GmbH sowie deren Tochter RW Montage GmbH hatten am 8. November Insolvenz angemeldet. Es ist die bisher größte Pleite in Oberösterreich in diesem Jahr, die Passiva übersteigen die 60-Mio.-Euro-Marke. Insgesamt sind gut 280 Dienstnehmer und rund 1.130 Gläubiger betroffen.

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Die RW Montage mit 64 Mitarbeitern soll geschlossen werden. Bei der Mutter GLS, bei der zuletzt 221 Dienstnehmer beschäftigt waren, steht eine Fortführung im Raum. Seit der Bekanntmachung der Insolvenz wurden die Erwartungen bezüglich der Arbeitsplätze aber zurückgeschraubt: War anfangs von der Hälfte die Rede, hieß es in der Vorwoche, dass nur um die 40 Jobs erhalten bleiben dürften. (apa)

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