Motorradindustrie

Gewinn von Harley-Davidson bricht ein

In den USA gibt es harte Kritik von Donald Trump am berühmten amerikanischen Motorradbauer, weil dieser Standorte ins Ausland verlagert - und international bekomme der Hersteller immer stärker die Absatzflaute der Branche zu spüren.

Motorradhersteller Ergebnisse

Die Zollstreitigkeiten der USA mit internationalen Handelspartnern setzt dem Motorradbauer Harley-Davidson weiter stark zu. Im zweiten Quartal brach der Gewinn verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 19,3 Prozent auf 195,6 Mio. Dollar (174,4 Mio. Euro) ein, wie Harley-Davidson in Milwaukee im US-Bundesstaat Wisconsin mitteilte. Die Erlöse fielen um 6 Prozent auf 1,4 Mrd. Dollar.

Diesmal enttäuschte auch das Geschäft im Ausland, mit dem Harley-Davidson den schwachen US-Absatz in den Vorquartalen noch ganz gut hatte abfedern können. Im Heimatmarkt steht der traditionsreiche Hersteller wegen Produktionsverlagerungen ins Ausland schon länger im Kreuzfeuer der Kritik von Präsident Donald Trump, der im vergangenen Jahr sogar Boykottaufrufe seiner Anhänger unterstützt hatte.

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Angesichts erhöhter Kosten durch Zölle und schwacher Nachfrage senkte Harley-Davidson die Absatz- und Gewinnerwartungen für das laufende Geschäftsjahr. Immerhin einen Lichtblick lieferte der Quartalsbericht: Das Unternehmen teilte mit, eine Genehmigung der EU erhalten zu haben, Motorräder künftig von Thailand nach Europa zu liefern, um so die hohen Zölle auf US-Güter zu umgehen. Allerdings habe dies deutlich länger als erwartet gedauert.

Das Unternehmen senkte seine Absatzprognose für das Gesamtjahr Motorräder von bisher 217.000 bis 222.000 Stück auf 212.000 bis 217.000. (dpa/reuters/apa/red)