Gummiindustrie

Gewinn bei Michelin krisenbedingt eingebrochen

Die Coronakrise hat dem Reifenhersteller Michelin einen herben Umsatz- und Gewinnrückgang beschert. Für heuer erwartet der französische Konzern eine Erholung der Nachfrage.

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Die Coronakrise hat dem französischen Reifenhersteller Michelin einen herben Umsatz- und Gewinnrückgang eingebrockt. Jedoch verdiente das Unternehmen im laufenden Geschäft besser als gedacht. Für das heurige Jahr rechnet das Management wieder mit besseren Geschäften, wie Michelinabend in Clermont-Ferrand mitteilte. Das Niveau aus dem Jahr vor der Pandemie dürfte aber auch 2021 außer Reichweite bleiben.

Im abgelaufenen Jahr sackte Michelins Umsatz um 15 Prozent auf 20,5 Milliarden Euro ab. Der operative Gewinn der Segmente brach um fast 38 Prozent auf knapp 1,9 Milliarden Euro ein, übertraf aber die durchschnittlichen Erwartungen von Analysten. Unter dem Strich blieb mit 625 Millionen Euro nur gut ein Drittel so viel Gewinn übrig wie im Jahr 2019.

Für 2021 Nachfrageplus erwartet

Für das neue Jahr erwartet Michelin-Chef Florent Menegaux, dass die Nachfrage nach Reifen für Pkw und Kleinlaster um sechs bis zehn Prozent zulegt. Der Markt für Lkw-Reifen dürfte um vier bis acht Prozent und für Spezialprodukte um acht bis zwölf Prozent wachsen. Bei stabilen Währungskursen rechnet er für 2021 mit einem operativen Gewinn der Segmente von mehr als 2,5 Milliarden Euro.

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Voraussetzung sei jedoch, dass die Lieferketten infolge der Pandemie nicht unterbrochen werden oder die Bewegungsfreiheit der Menschen eingeschränkt werde. Michelin hatte bereits Anfang Jänner mitgeteilt, in den kommenden drei Jahren bis zu 2.300 Stellen in Frankreich zu streichen.

Die Aktionäre sollen je Aktie 2,30 Euro Dividende erhalten. Das ist deutlich mehr als Experten erwartet hatten. Diese hatten nur mit 1,87 Euro gerechnet. (dpa/apa/red)