Windkraftindustrie

Gewerkschaft: Windanlagenbauer Senvion braucht schnell eine Finanzierung

Der Windanlagenbauer Senvion hat in Österreich einen Marktanteil von knapp neun Prozent - und ist pleite. Es müsse schnell eine neue finanzielle Basis gefunden werden, heißt es bei der IG Metall.

Für den insolventen deutschen Windkraftanlagen-Hersteller Senvion muss nach Ansicht der Gewerkschaft IG Metall eine neue finanzielle Basis gefunden werden. "Um wichtige Projekte, Produktion und Service fortzuführen, braucht es schnell eine Finanzierung", erklärte Bezirksleiter Meinhard Geiken nach einem Treffen mit Betriebsräten, den Firmensachwaltern und Vertretern der Eigenverwaltung.

Der Konzernbetriebsratsvorsitzende Bernhard Band sagte, bei der Suche nach neuen Investoren sei ein langfristiges und industrielles Konzept für das Unternehmen besonders wichtig.

In Österreich Marktanteil von knapp neun Prozent

In Österreich hat Senvion laut Angaben der IG Windkraft gegenüber der APA einen Hersteller-Marktanteil von 8,5 Prozent. Der Anteil am Ausbau der Windenergie beträgt hierzulande demnach 15,2 Prozent.

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Die deutsche Gewerkschaft und die Betriebsräte wollen erreichen, dass die mehr als 1.800 Arbeitsplätze von Senvion in Deutschland erhalten bleiben. Das gilt auch für das Unternehmen als Ganzes mit allen Standorten. Mit dem Sachwalter und den Vertretern der Eigenverwaltung sei ein regelmäßiger Gedankenaustausch verabredet worden. "In dieser schwierigen Situation erwarten wir eine enge Einbeziehung der Arbeitnehmervertreter und eine offene Kommunikation mit den Beschäftigten", sagte Geiken.

Senvion hatte am Dienstag für die beiden deutschen Gesellschaften Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Das Unternehmen benötigt frisches Kapital, das jedoch bislang nicht zu akzeptablen Bedingungen zu erhalten war. Die Gespräche mit potenziellen Geldgebern laufen weiter. (dpa/apa/red)

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