Handel

Gewerkschaft: Große Mehrheit der Österreicher gegen Sonntagsöffnung

Die GPA-djp hat eine neue Befragung zur Öffnung des Einzelhandels am Sonntag durchführen lassen. Das Ergebnis ist sehr eindeutig - und eindeutig gegen die Verteidiger des unbegrenzten Konsums.

Die GPA-djp hat eine aktuelle vom Meinungsforschungsinstitut IFES durchgeführte Umfrage (n=1.000, Mai 2020, Telefon und Online) vorliegen, der zufolge 71 Prozent der Gesamtbevölkerung die Sonntagsöffnung ablehnen.

„Der Handelsverband ist mit seiner Forderung nach einer Sonntagsöffnung in Wien auf dem völlig falschen Dampfer. Die Heldinnen und Helden der Corona-Krise haben ein finanzielles Dankeschön verdient, keine Verschlechterungen ihrer Arbeitsbedingungen“, so Barbara Teiber, Bundesvorsitzende der Gewerkschaft GPA-djp, im Hinblick auf die jüngsten Forderungen des Handelsverbands nach einer Sonntagsöffnung.

"Die Ablehnung ist immer eindeutig"

„Wir haben schon wiederholt Befragungen unter den Handelsangestellten zum Thema Sonntagsöffnung gemacht. Dort war die Ablehnung immer eindeutig. Die jüngste Befragung zeigt, dass auch in der Gesamtbevölkerung die überwältigende Mehrheit von 71 Prozent keine Sonntagsöffnung im Handel will“, so Teiber. „Es wäre absurd für eine Beschäftigtengruppe, die Unglaubliches während der Corona-Krise geleistet hat, großteils Frauen, die Arbeitsbedingungen jetzt zu verschlechtern.“

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"Keine zusätzlichen Umsätze"

„Die Menschen wissen sehr genau, dass durch die Sonntagsöffnung keine zusätzlichen Umsätze erzielt werden, sondern höchstens Umsatzverschiebungen stattfinden. Viel wichtiger für die Konjunktur und die Umsätze im Handel sind gesicherte Einkommen und auch ein höheres Arbeitslosengeld“, schließt Teiber. (red)