Paketlogistik

Gewerkschaft GPA: "Das System Amazon endlich beenden"

In der Branche der privaten Paketzusteller und vor allem bei Amazon habe sich "ein System der Umgehung sozialrechtlicher Bestimmungen entwickelt", heißt es bei der Gewerkschaft GPA. "Dieses gesetzwidrige Dumpingsystem ermöglicht einen Wettbewerbsvorteil im Konkurrenzkampf."

In der Branche der privaten Paketzusteller habe sich "ein System der Umgehung arbeits- und sozialrechtlicher Bestimmungen entwickelt", so die Vorsitzende der Gewerkschaft GPA, Barbara Teiber. Prüfungen durch Behörden seien zu begrüßen. Es gehe aber darum, "diese Machenschaften dauerhaft zu beenden." Der Internet-Handelsriese Amazon sei dabei "genauso in die Pflicht zu nehmen wie die Subunternehmen und die staatlichen Behörden."

Für die Einhaltung der rechtlichen Bestimmungen seien die Arbeitgeber und allen voran Amazon selbst verantwortlich, so die Gewerkschaftschefin weiter: "Letztendlich ermöglicht dieses gesetzwidrige Dumpingsystem einen Wettbewerbsvorteil im Konkurrenzkampf." Ein Vorteil, der auch auf der Ebene des Steuersystems vorhanden sei. "Amazon zahlt so wie andere Online-Giganten in Österreich de facto keine Gewinnsteuern. Das System Amazon muss endlich ein Ende haben“, so Teiber.

Dabei gehe es nicht an, die Verantwortung auf die Arbeitnehmer abzuwälzen. Im Sommer 2019 hat die Gewerkschaft GPA gemeinsam mit einem Arbeiter im Verteilzentrum Großebersdorf unmenschliche Arbeitsbedingungen bei Amazon aufgezeigt. Unlängst haben sich die Gewerschaft mit dem Handelsverband und Greenpeace für eine höhere Besteuerung von Amazon und für bessere Arbeitsbedingungen eingesetzt. (red)