Niederösterreich

Gewerkschaft erreicht Änderungen im Sozialplan bei Shire

Zum geplanten massiven Stellenabbau bei Shire in Niederösterreich haben Vertreter der Mitarbeiter und das Management einen Sozialplan ausverhandelt, der mehr "Überbrückungsgeld" vorsieht.

Pharmaindustrie Shire GPA-djp Standort Niederösterreich

Nach dem angekündigten Personalabbau beim Pharmakonzern Shire in Orth an der Donau (Bezirk Gänserndorf) und Wien wurde laut Gewerkschaft ein verbesserter Sozialplan ausverhandelt. Ab Mittwoch sollen die Mitarbeiter in Betriebsversammlungen über Details informiert werden, sagte Barbara Teiber von der GPA-djp. In erster Linie sei das Überbrückungsgeld erhöht worden, bestätigte sie einen ORF-Bericht.

"Der bestehende Sozialplan war bereits gut, jetzt sind wir zufrieden", wurde Teiber vom ORF NÖ zitiert. Vom Zusatzpaket zum Sozialplan profitieren würden vor allem Beschäftigte, die über 50 Jahre alt oder in Elternteilzeit seien. Zudem werden laut Teiber karenzierte Mitarbeiter vorläufig nicht gekündigt. Fix beschlossen sei auch eine Arbeitsstiftung, allerdings werde dabei noch verhandelt, wie viel für jeden Mitarbeiter gezahlt wird. Die Gewerkschaft fordert eine höhere Dotierung, so Teiber.

Der Biotechnologiekonzern hatte vor rund zwei Wochen angekündigt, Hunderte Arbeitsplätze zu verlagern. Dem Bericht zufolge sollen 500 Stellen in den nächsten Jahren gestrichen werden, davon 400 in Orth. Der Pharmakonzern bestätigte gegenüber dem ORF, dass es für ältere Mitarbeiter eine zusätzliche, einmalige Zahlung geben werde, ansonsten wollte man sich zum Sozialplan vorerst nicht äußern. Die Arbeitnehmer sollen von den ausverhandelten Details bei Betriebsversammlungen informiert werden und nicht aus den Medien erfahren, hieß es. (apa/red)

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