Verkehr

Gespräche über Tiroler Blockabfertigung in Brüssel

Im Konflikt um die Tiroler Lkw-Blockabfertigung kommen heute Vertreter von Österreich, Deutschland und Italiens in Brüssel zu Gesprächen zusammen. Allzu viel Kompromissbereitschaft von Vertretern der deutschen Industrie ist nicht zu erwarten.

Im Konflikt um die Lkw-Blockabfertigung in Tirol findet heute Montagnachmittag ein Expertentreffen in Brüssel statt. Vertreter von Österreich, Deutschland und Italien kommen zusammen, bestätigte die Sprecherin des Verkehrsministeriums Montagfrüh auf APA-Anfrage. Das Treffen finde auf Einladung der EU-Kommission statt, EU-Verkehrskommissarin Violeta Bulc werde aber nicht dabei sein.

Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) hatte vergangene Woche im heftigen Streit um die Tiroler Fahrverbote und sonstige Transit-Maßnahmen erklärt, dass das Bundesland "in Gespräche eintreten" wolle. Gleichzeitig machte Platter klar, dass Tirol an den Fahrverboten im niederrangigen Straßennetz sowie den Lkw-Blockabfertigungen festhalte.

Deutsche Industrie wünscht sich "gangbare Transportalternativen"

Die deutsche Industrie dringt auf eine schnelle Lösung im Streit um den Transitverkehr über die Brennerroute. Instrumente wie Blockabfertigungen von Lastwagen behinderten den freien Warenverkehr massiv und könnten erhebliche Schäden verursachen, sagte Holger Lösch, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI).

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Zwar sei das Anliegen Tirols, die Auslastung der Inntal- und Brennerautobahn zu reduzieren, nachvollziehbar, so Lösch laut einer Meldung der Deutschen Presseagentur (dpa). "Statt wohlstandsgefährdender Verkehrsbehinderungen braucht es jedoch gangbare Transportalternativen für den Langstreckentransport zwischen Deutschland und Italien." Kurzfristig wirksam für die Entlastung der Bevölkerung seien Anreize, auf der Brennerroute besonders saubere und besonders leise Lkw zu verwenden.

Deutschland beim Ausbau der Zulaufstrecken zum BBT untätig

Zeitgleich mit den Forderungen Deutschlands passiert gerade auf deutscher Seite bei Ausbau der Zulaufstrecken zum Brenner ziemlich genau nichts - außer immer weiteren Gesprächen. Die Schiene könne auf der Brennerachse erst mittelfristig zu einer geeigneten Transportalternative werden, nach Fertigstellung des Brennerbasistunnels. Deutschland und Italien müssten viel mehr Tempo machen, um Schienenzuläufe zum Brennerbasistunnel zu schaffen. (apa/red)

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