Energiewirtschaft

Geplanter Kohleausstieg: Uniper ringt um nagelneues Kraftwerk

Berlin plant den Kohleausstieg - doch der Energiekonzern Uniper will sein nagelneues und milliardenteures Kohlekraftwerk Datteln 4 nicht einfach dem Schicksal überlassen.

Der Energiekonzern Uniper will sein neues, umstrittenes Kraftwerk Datteln 4 bei einem Kohleausstieg Deutschlands nicht seinem Schicksal überlassen. "Das Kraftwerk ist für die Region und unsere Kunden von zentraler Bedeutung", sagte Vorstandsmitglied Eckhardt Rümmler auf Anfrage. Für Uniper stehe die Inbetriebnahme der mehr als 1,5 Milliarden Euro teuren Anlage nicht infrage.

Es gebe langfristige vertragliche Verpflichtungen. "Für ein mögliches Ansinnen, Datteln 4 politisch stoppen zu wollen, müssten erhebliche rechtliche und finanzielle Hürden überwunden werden." Das deutsche Wirtschaftsministerium hatte im vergangenen Oktober einen Zeitungsbericht über angebliche Vorschläge für ein Aus des Uniper-Kraftwerks Datteln 4 in Nordrhein-Westfalen zugunsten eines Kohleausstiegs als falsch zurückgewiesen.

Die Inbetriebnahme von Datteln 4 haben Pannen mehrfach verzögert. Kritiker der Kohleverstromung sind dafür, das Kraftwerk erst gar nicht einzuschalten. (reuters/apa/red)

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