Gehälter

"Gehälter-Striptease" im Salzburger städtischen Topmanagement

Ausgelöst von einer Zeitungsanfrage hat bei den städtischen und stadtnahen Unternehmen in Salzburg ein "Gehälter-Striptease" eingesetzt - mit durchaus überraschenden Ergebnissen.

In Salzburgs (halb)öffentlichen Unternehmen hat nun ein "Gehalts-Striptease" der Manager eingesetzt. Nachdem die beiden Vorstände des Versorgers Salzburg AG diese Woche nach Aufforderung der grünen Gemeinderätin Inge Haller ihre Bezüge offengelegt haben, fragten die "Salzburger Nachrichten" in etlichen Chefbüros nach und bekamen dabei überraschend häufig Auskunft.

Je 222.700 Euro brutto verdienen die beiden Salzburg-AG-Vorstände August Hirschbichler und Leonhard Schitter pro Jahr. Ihr Gehalt ist damit mit dem des Landeshauptmannes gedeckelt, allerdings können ihnen noch Erfolgsprämien von bis zu 40 Prozent des Jahresbezuges ausbezahlt werden.

Das ergibt in diesem Fall unter dem Strich dann eine Gage von knapp 312.000 Euro, so die Salzburg AG in einer Aussendung. Da das Einkommen des Landeshauptmannes bereits seit 2008 eingefroren ist, ist auch das Gehalt der beiden Vorstände seither nicht gestiegen.

Die beiden Bosse des Salzburg Airport, Roland Hermann und Karl Heinz Bohl, verdienen laut SN-Recherche 237.000 Euro brutto im Jahr, hier ist aber bereits eine Prämie von knapp 17 Prozent enthalten.

Damit liegen sie hinter dem Einkommen des Intendanten der Salzburger Festspiele, Alexander Pereira, der dem Artikel zufolge ein Gehalt von 271.556 Euro brutto bezieht.

Er hat ebenso wie Festspiel-Präsidentin Helga Rabl-Stadler (Jahresbrutto: 178.722 Euro) einen All-in-Vertrag.

Mit etwas weniger Gehalt müssen sich die Chefs des Messzentrums, der Abfallbeseitigung, der Tourismus Salzburg GmbH oder der Stadt-Land-Wohnbaugesellschaft GSWB zufriedengeben: Sie kommen auf Jahreseinkommen von rund 150.000 bis 160.000 Euro, dazu könnten noch Boni kommen. (apa/pm)

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