Anlagenbau

GE Jenbacher heißt jetzt Innio - Firmensitz in Tirol bleibt

Die früher zum amerikanischen Industrieriesen GE gehörenden Konzernbereiche Jenbacher und Waukesha treten jetzt unter der Dachmarke Innio auf. Jenbach in Tirol wird Fimensitz bleiben, so Vertreter der Finanzfirma Advent. Jenbacher ist ein weltweit führender Spezialist für Gasmotoren und dezentrale Energieerzeugung.

Die Sparte für Energieerzeugung des US-Industriegiganten General Electric ist in ein eigenständiges Energieunternehmen unter der Dachmarke Innio umgewandelt worden. Zu dem neuen Unternehmen werden die Produktlinien Jenbacher in Tirol und Waukesha gehören, so Carlos Lange, Präsident und CEO von Innio, bei einer Online-Pressekonferenz.

Die Finanzfirma Advent International hat GE die Sparte abgekauft. Diese Übernahme sei damit abgeschlossen, so Carlos Lange weiter.

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Firmenzentrale bleibt in Tirol

Die beiden Markennamen Jenbacher und Waukesha sollen laut Lange jedoch weiterhin bestehen bleiben. Sitz des neuen Unternehmens ist Jenbach in Tirol, weitere Betriebsstätten sind in den USA und in Kanada. Mit der Zusammenführung von Jenbacher und Waukesha entstehe mit dem heutigen Tag das jüngste Energieunternehmen der Welt, das aber trotzdem auf mehr als 80 Jahre Erfahrung zurückblicken könne, meinte Lange.

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Starke Position am Weltmarkt

Die starke Position von Innio im globalen, auf fünf Mrd. US Dollar (rund 4,4 Mrd. Euro) geschätzten Energieerzeugungs- und Gasverdichtungssektor lasse für das Unternehmen jährliche Wachstumsraten im mittleren bis hohen einstelligen Bereich erwarten. Für den Standort in Jenbach stellte Lange eine rosige Zukunft in Aussicht. Man werde weiterhin in den Standort investieren und auch neue Mitarbeiter anstellen. Es geben noch genug Platz für Wachstum, sagte der CEO.

Der ehemalige General Electric-Chef John Flannery, der im Oktober nach nur einem Jahr an der Spitze des US-Unternehmens zurückgetreten war, hatte nach Umsatz- und Gewinnrückgängen den Verkauf ganzer Sparten in die Wege geleitet. So wurde das Geschäft mit Gasmotoren und Stromaggregaten um die österreichische Tochter Jenbacher an den Finanzinvestor Advent veräußert. (apa/red)

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