Erdgas

Gazprom fixiert neuen Vertrag mit Slowenien

Der russische Gazprom-Konzern hat mit dem slowenischen Gasversorger Geoplin einen neuen Gas-Liefervertrag für fünf Jahre unterzeichnet.

Die Vereinbarung, die rückwirkend seit Jahresbeginn gilt, sieht die Lieferung von 600 Mio. Kubikmetern Erdgas pro Jahr bis 2022 vor, berichtete die Nachrichtenagentur STA. Der Wert des Deals wurde nicht enthüllt.

Die Verhandlungen über den Deal waren bereits Ende 2017 abgeschlossen worden. Inoffiziell war laut STA die Unterzeichnung des Vertrages schon im Februar anlässlich des Besuches des russischen Außenministers Sergej Lawrow erwartet worden.

Gazprom und Geoplin kooperieren schon seit längerer Zeit. Der Gazprom-Vize Alexander Medwedew, der am Freitag der feierlichen Unterzeichnung beiwohnte, drückte die Erwartung aus, dass schon bald die Verhandlungen über einen neuen Vertrag, der voraussichtlich längerfristig sein werde, aufnehmen werden, berichtete die STA. Bei der Unterzeichnung war auch der slowenische Außenminister Karl Erjavec anwesend.

Auf Erdgas entfallen 12 Prozent des slowenischen Energieverbrauchs. Rund 40 Prozent des in Slowenien verwendeten Erdgases werden aus Russland importiert. Die Gaslieferungen aus dem neuen Vertrag mit Gazprom werden laut Nachrichtenportal 24ur.com etwa 5 Prozent des slowenischen Energiebedarf decken.

Der slowenische Geoplin steht zu 25 Prozent im direkten Besitz des slowenischen Staates. Die Mehrheit an dem Gasversorger, rund 53 Prozent, besitzt der Ölkonzern Petrol, an dem der Staat mit fast 33 Prozent beteiligt ist. (APA/red)