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Gabriele Jüly folgt Hans Roth als Präsidentin des VOEB nach

Der Verband Österreichischer Entsorgungsbetriebe hat eine neue Präsidentin: Die niederösterreichische Unternehmerin Gabriele Jüly folgt Hans Roth nach, der das Amt sechs Jahre lang innehatte.

Personalia Abfallwirtschaft Recycling VOEB Gabriele Jüly Hans Roth

Die niederösterreichische Unternehmerin Gabriele Jüly ist zur neuen Präsidentin des Verbands Österreichischer Entsorgungsbetriebe gewählt worden. Sie folgt Hans Roth nach, der das Amt sechs Jahre lang innehatte.

Gabriele Jüly (47) ist alleinige geschäftsführende Gesellschafterin des 1955 gegründeten Familienunternehmens Abfallservice Jüly in Bruck an der Leitha in Niederösterreich mit 65 Mitarbeitern.

Beim VOEB war Jüly zunächst als Rechnungsprüferin tätig, ab 2018 als Vorstand, seit 2019 als Vizepräsidentin. Seit 2019 gehört sie auch dem Vorstand des europäischen Abfallverbands FEAD an. Jüly ist auch im Wirtschaftsbund und der Wirtschaftskammer aktiv.

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Der Verband vertritt rund 250 Unternehmen der privaten Abfallwirtschaft, die etwa zwei Drittel des gesamten in Österreich anfallenden Abfalls entsorgen und direkt und indirekt etwa 43.000 Mitarbeiter beschäftigen. Die Mitgliedsunternehmen des Verbands betreiben dafür nach eigenen Angaben rund 1.100 Anlagen. Ihre Umsätze werden vom VOEB "in der Größenordnung von 4 Milliarden Euro pro Jahr" beziffert. (red)

Der Verband meldet zu dieser Personalentscheidung:

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Die gesamte Abfall- und Ressourcenwirtschaft entwickelt sich rasant vom traditionellen Müllentsorger zum modernen Ressourcenmanager. In Zeiten von knappen Rohstoffen, volatilen Weltmarktpreisen und dem Wunsch nach regionaler Unabhängigkeit ist die Branche der wichtigste Player zur Umsetzung einer erfolgreichen Kreislaufwirtschaft und zur Erreichung der EU-Recyclingziele 2030. Dazu gehört laut Jüly die Verdoppelung des Kunststoffrecyclings, die Einführung einer Quote für Sekundärrohstoffe sowie die korrekte Entsorgung von Lithium-Batterien, um gefährliche Brände zu verhindern. Jüly: „Ich freue mich sehr darauf, als VOEB-Präsidentin die treibende Kraft hinter den Anliegen der Abfall- und Ressourcenwirtschaft zu sein. Als Präsidentin werde ich mich mit vollem Einsatz dafür einsetzen. Meine Wegbegleiter beschreiben mich als willensstark, humorvoll, innovativ und bodenständig. Als eine mutige, selbstbewusste Frau, die stets einen erfrischenden Wind in die Welt der Abfallentsorger bringt. Das wird auch als VOEB-Präsidentin nicht anders sein.“

Jüly will den Verband noch stärker als verlässlichen Partner von Industrie, Politik, Kommunen und Sozialpartnern sowie aller für die Branche relevanten Stakeholder positionieren. Die Expertise der VOEB Mitglieder soll dafür genutzt werden, sich mit umfassendem Fachwissen aktiv in die Gesetzgebung auf EU-, Bundes- sowie Landesebene einzubringen. Umwelttechnologie, hohe Qualitätsstandards und Innovationen für die gesamte Branche haben dabei oberste Priorität. Schließlich will Jüly den Verband als Anlaufstelle für junge Menschen, die sich für Umweltschutz und Ressourcenmanagement interessieren, öffnen.

„Mein Dank gilt meinem Vorgänger Hans Roth, der sechs Jahre lang mit unermüdlichem Einsatz den Interessen der Branche eine starke Stimme gegeben hat. Er hat als großartiger Netzwerker für einen intensiven Austausch mit allen Stakeholdern gesorgt. Auf diesem soliden Fundament will ich weiter aufbauen.“ Dabei soll der offene, professionelle, aber auch kritische Austausch mit allen Akteuren der Abfall- und Ressourcenwirtschaft nicht zu kurz kommen. <<<

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