Stahlindustrie

Fusion mit Thyssen: Tata verkauft Werke in Deutschland, England und der Türkei

Stahlkonzern Tata Steel will vor der Fusion mit Thyssenkrupp Standorte mit insgesamt 1.100 Mitarbeitern verkaufen, weil diese nach Aussage der Inder nicht mehr zum Kerngeschäft zählen.

Der mögliche Fusionspartner der Stahlsparte von Thyssenkrupp, Tata Steel Europe, will sich von mehreren Geschäften trennen. Dabei gehe es um fünf Bereiche mit insgesamt rund 1.100 Beschäftigten, die nicht mehr zum Kerngeschäft zählten, teilte der Konzern mit.

In Deutschland wird Firma Kalzip verkauft

Neben Unternehmen in Großbritannien und in der Türkei stehe auch die deutsche Firma Kalzip zur Disposition.

Für alle Unternehmen solle der beste Eigentümer gefunden werden, sagte der Chef von Tata Steel Europe, Hans Fischer. Wenn die Firmen verkauft würden, würde Tata Steel Europe noch etwa 20.000 Mitarbeiter beschäftigten.

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Thyssenkrupp will seine Stahlsparte mit Tata Steel Europe zusammenschließen und damit den zweitgrößten Stahlkonzern Europas nach ArcelorMittal schmieden. Zwar sind noch diverse Fragen ungeklärt, eine Vereinbarung mit Tata könnte aber bis Ende Juni erzielt werden. (reuters/apa/red)

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