Industriegase

Fusion mit Praxair: Bei Linde sind 92 Prozent der Aktionäre dafür

Der Fusion der Industriegase-Konzern Linde und Praxair stehen nur noch die Wettbewerbshüter im Wege. Allerdings müssen 20 Kartellbehörden zustimmen.

Der Fusion der Industriegase-Konzern Linde und Praxair stehen nur noch die Wettbewerbshüter im Wege. 92 Prozent der Aktionäre der deutschen Linde AG reichten bis zum vergangenen Freitag ihre Papiere zum Umtausch in Aktien der fusionierten Linde plc ein, wie das Unternehmen in München mitteilte.

"Wir freuen uns über das Vertrauen unserer Aktionäre in diese Gelegenheit, ein führendes Unternehmen unserer Branche zu schaffen", sagte Linde-Chef Aldo Belloni. Ehe Linde und der US-Rivale Praxair zusammengehen können, müssen aber noch rund 20 Kartellbehörden zustimmen. Wenn sie den Verkauf von Firmenteilen mit mehr als 3,75 Mrd. Dollar (3,15 Mrd. Euro) Umsatz fordern, können Linde und Praxair die Fusion noch platzen lassen.

Andere Aktionäre werden zwangsweise abgefunden

Die Annahmequote von 90 Prozent, die Linde ermöglicht, die restlichen Aktionäre zwangsweise abzufinden, war bereits zuvor erreicht worden. Eine offizielle Entscheidung über einen solchen "Squeeze-Out" gibt es aber noch nicht.

Der Konzern hatte lange um eine ausreichende Zustimmung der Anteilseigner bangen müssen und vorsichtshalber die geforderte Schwelle auf 60 Prozent herabgesetzt. Die Aktionäre von Praxair hatten die Fusion schon vorher auf einer Hauptversammlung durchgewunken. (reuters/apa/red)

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