Studie

Für Österreichs Top-Manager gibt's 90 Prozent der möglichen Boni

Österreichs Top-Managern geht es gut: Laut einer aktuellen Studie bekommen sie durchschnittlich 90 Prozent der möglichen Boni ausbezahlt. Manager in Deutschland und der Schweiz bekommen sogar noch mehr. Am meisten Geld fließt in der Chemie- und Pharmabranche.

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Die Ausschüttungsquote hängt von der jeweiligen Branche ab.

Die variablen Vergütungen für Top-Manager, also die Bonuszahlungen, werden in Österreich fast zur Gänze der möglichen Beträge ausbezahlt. Laut einer am Montag veröffentlichten Studie des Unternehmensberaters Kienbaum bekommen Österreichs Spitzenmanager durchschnittlich 90 Prozent der möglichen variablen Vergütung ausbezahlt. Innerhalb der DACH-Region liegen sie damit trotzdem am letzten Platz.

In Deutschland und der Schweiz liegt der Auszahlungsgrad der variablen Gehaltsbestandteile für Top-Manager nämlich noch höher. Während in Österreich das "schlechteste" Viertel der Manager 72 Prozent der in Aussicht gestellten variablen Vergütung erhält, bekommt in Deutschland und in der Schweiz das untere Viertel, also das Viertel mit der geringsten Zielerreichung, 80 bzw. 89 Prozent. In der Schweiz erreicht ein Viertel der Manager sogar einen Auszahlungsgrad von 110 Prozent oder mehr.

Am besten schneiden Chemie- und Pharmabranche ab

Die Ausschüttungsquote in den verschiedenen österreichischen Branchen ist dabei durchaus unterschiedlich: Am besten schneiden die Manager in der Chemie- und Pharmabranche ab: Hier liegt der Auszahlungsgrad bei stolzen 99,5 Prozent. Der Maschinen- und Anlagenbau liegt hingegen mit 84,6 Prozent eher im unteren Bereich. Im Mittelfeld befindet sich die Bauwirtschaft mit einem Auszahlungsgrad der Boni von 92,5 Prozent.

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Auf der unteren und mittleren Führungsebene wird die Auszahlung der variablen Vergütung meist an die individuelle Leistung und die Erreichung qualitativer Ziele geknüpft. Auf der oberen Führungsebene ist die Zielerreichung der variablen Vergütung meist mit bestimmten Unternehmenskennzahlen, wie zum Beispiel dem operativen Ergebnis oder der Rendite auf das eingesetzte Kapital verbunden.

An der Kienbaum-Studie zur variablen Vergütung nahmen in Österreich 92 Unternehmen teil, die über 509 bei ihnen beschäftigte Personen bzw. deren Entlohnung berichteten. Auch in Deutschland und in der Schweiz wurden dazu Zahlen erhoben. Vergleichswerte zum Vorjahr gibt es nicht. (APA) 

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