Zulieferer

Frauenthal kehrt mit Umsatzrekord in die Gewinnzone zurück

Der österreichische Mischkonzern Frauenthal schreibt nach deutlichen Zuwächsen wieder schwarze Zahlen. Die Autozuliefersparte profitiert von der Entwicklung der Branche - der Sanitärmarkt bleibt wegen eines scharfen Verdrängungswettbewerbs unter Druck.

Zulieferindustrie Frauenthal Ergebnisse

Der börsennotierte Mischkonzern Frauenthal hat seinen Gewinn im Geschäftsjahr 2017 um 13 Prozent auf 15,7 Mio. Euro gesteigert. Der Umsatz stieg um 5,5 Prozent auf 954,6 Mio. Euro - ein Rekord, teilte das Unternehmen  mit. Das EBIT drehte von minus 1,8 Mio. Euro 2017 auf nunmehr 22,8 Mio. Euro ins Plus. Die Geschäftsentwicklung heuer "ist mit Vorsicht zu beurteilen", so das Unternehmen.

Das Umsatzwachstum stammt im Wesentlichen aus der im April 2017 erworbenen Business Unit Frauenthal Powertrain (Pleuelstangen), die erstmal für ein gesamtes Jahr Teil der Gruppe ist.

Während die anhaltend gute Lage auf dem europäischen Nutzfahrzeugmarkt in der Division Frauenthal Automotive für Wachstum sorgte, bleibt der Sanitärmarkt einem scharfen Verdrängungswettbewerb ausgesetzt. "Unsere Vertriebsmarken SHT und ÖAG machen nicht jedes Geschäft um jeden Preis", betonte Vorstandschef Hannes Winkler in einer Aussendung. "Wir wollen unseren Kunden trotz Preiskampf das beste Service bieten. Auf die Marktentwicklung reagieren wir mit Fokus auf Kostendisziplin". Der Umsatz der Handelsdivision verringert sich um 10,2 Mio. Euro auf 610,2 Mio. Euro.

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Die Division Frauenthal Automotive profitierte von einem Marktwachstum in allen Segmenten und erreichte einen Umsatz von 344,4 Mio. Euro. Das Plus von 60,4 Mio. Euro ist etwa zur Hälfte auf den Ganzjahreseffekt der Business Unit Powertrain und zur Hälfte auf organisches Wachstum vor allem in der Business Unit Gnotec zurückzuführen. "Nach der Akquisition von Frauenthal Powertrain sind wir etwa gleichgewichtig im Pkw- und Nutzfahrzeugmarkt aktiv", so Martin Sailer, Vorstand der Frauenthal Holding AG und verantwortlich für die Division Frauenthal Automotive. "Strategisch wollen wir neue Kunden für die Business Unit Gnotec außerhalb von Skandinavien gewinnen. Sowohl die konjunkturellen als auch die branchenspezifischen Risiken im Automobilgeschäft nehmen deutlich zu. Neben Diversifikation ist daher eine weitere Verbesserung auf Kosteneffizienz mehr denn je unerlässlich."

Die Geschäftsentwicklung heuer sei aufgrund des sensiblen Nutzfahrzeugmarkts und vor dem Hintergrund der zunehmenden konjunkturellen sowie makroökonomischen Risiken die Geschäftsentwicklung in der Division Frauenthal Automotive mit Vorsicht zu beurteilen. Regional sei vor allem der chinesische Markt volatiler geworden. Die Division Frauenthal Automotive werde voraussichtlich vom Gewinn von Neugeschäft profitieren.

Das Marktumfeld von Frauenthal Handel werde voraussichtlich vom anhaltenden Druck auf die Margen geprägt sein. Kostendisziplin, eine optimierte Preispolitik und Maßnahmen im Einkauf sollen der Marktentwicklung entgegenwirken. (apa/red)