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Französischer Bahnkonzern SNCF nach Pannen unter Druck

Der große französische Bahnkonzern SNCF muss sich mit technischen Problemen an Bahnhöfen in Paris auseinandersetzen.

SNCF Bahn Frankreich Digitalisierung

Eine Pannenserie setzt den Chef des staatlichen französischen Bahnkonzerns SNCF unter Druck. "Mein Mandat steht der Regierung zur Verfügung", sagte Topmanager Guillaume Pepy der Zeitung "Le Parisien". Seine Aufgabe sei es, Lösungen zu finden. "Es ist nicht die Zeit für Befindlichkeiten."

In den vergangenen Monaten hatten mehrere Pannen an Pariser Bahnhöfen für Aufsehen gesorgt - zweimal legten technische Probleme infolge von Arbeiten den Bahnhof Montparnasse lahm und sorgten für Chaos. Am Dienstag musste der Verkehr am Bahnhof Saint-Lazare wegen einer Elektrik-Panne zeitweise unterbrochen werden.

Die Vorfälle lösten Debatten über den Zustand des französischen Bahnnetzes aus. Verkehrsministerin Elisabeth Borne hat Pépy und den Chef der Netzsparte SNCF Reseau, Patrick Jeantet, für den 8. Jänner zu einem Gespräch einbestellt.

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Die Wiederholung solcher Situationen "erscheint unverständlich und löst eine berechtigte Verärgerung aus", schrieb die Ministerin den Managern. Pepy warb im "Parisien" um Verständnis: "Wir renovieren das Netz und bewegen dabei in (der Hauptstadtregion) Ile-de-France alle sieben Sekunden das Äquivalent eines A380-Jets. Diese riesigen Arbeiten bei laufendem Betrieb bringen Risiken", so der SNCF-Chef.

Anteile in Österreich

In Österreich hält der französische Konzern große Anteile an der Rail Holding und damit am privaten Bahnbetreiber Westbahn. (dpa/apa/red)

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