Fusion

Französische Airbus-Zulieferer fusionieren zur weltweiten Nummer 3

In Frankreich schließen sich die beiden Flugzeugausrüster Safran und Zodiac zur weltweiten Nummer drei mit einem Umsatz von 21 Milliarden Euro zusammen.

In Frankreich entsteht durch die Fusion der beiden Flugzeugausrüster Safran und Zodiac ein Unternehmen mit einem Umsatz von 21 Milliarden Euro. Das neue Unternehmen werde in verschiedenen Geschäftsbereichen der Luftfahrtindustrie zu den Marktführern gehören, teilten die beiden Konzerne mit.

Safran bietet für den Sitzhersteller insgesamt 8,5 Milliarden Euro, ein Viertel mehr als Zodiac zuletzt an der Börse wert war. Safran-Chef Philippe Petitcolin bezifferte die Synergien auf jährlich mehr als 200 Millionen Euro. Fragen nach Auswirkungen auf die Belegschaft und sonstige Einsparungen ließ er offen. 

Safran hatte bereits vor sechs Jahren einen ersten Vorstoß gestartet, war aber am Widerstand der Eigentümerfamilie gescheitert. Vor drei Monaten ist Zodiacs alter Rivale B/E Aerospace vom US-Konzern Rockwell Collins geschluckt worden.

Safran und Zodiac betonten nun, der Zusammenschluss werde vom ersten Jahr an den Gewinn je Aktie beflügeln. Zodiac erholt sich gerade von einer dreijährigen Krise in seiner Sitz-Sparte, die bei den großen Kunden Airbus und Boeing zu Lieferverzögerungen geführt hat. Safran-Chef Petitcolin erklärte, er mache sich keine Sorgen über die Sitz-Produktion. Sein Haus werde durch den Kauf auch nicht die Entwicklung der neuen LEAP-Triebwerke für die beiden Flugzeug-Riesen schleifen lassen. Airbus hatte jüngst über Verzögerungen bei der Ausstattung des Langstreckenfliegers A350 geklagt, weil Zodiac Probleme mit der Fertigung der Bordtoiletten hat. (apa/Reuters)