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Frankreichs Energieriese Engie wechselt die Chefin aus

Isabelle Kocher muss den Chefsessel des französischen Energiekonzerns Engie räumen und das Unternehmen verlassen. Die 53-jährige Managerin ist derzeit die einzige weibliche Chefin eines Konzerns des Pariser Börsenindex Cac 40.

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Der französische Energiekonzern Engie trennt sich von seiner Chefin Isabelle Kocher. "Nach einem Entscheidungsprozess, der auf einer detaillierten Beurteilung ihrer Amtszeit basierte, kam der Verwaltungsrat zu dem Schluss, dass die Weiterentwicklung der Strategie der Gruppe eine neue Führung erfordert", hieß es in einer Mitteilung des Unternehmens von Donnerstagabend.

Das bedeute ein Ende von Kochers Zeit als Chefin bei Engie. Die 53-jährige Managerin ist derzeit die einzige weibliche Chefin eines Konzerns des Pariser Börsenindex Cac 40.

Kocher hatte den Chefposten 2016 übernommen. Ihr Vertrag läuft im Mai aus, dann wird ein neuer Chef oder eine Chefin gewählt. Bis dahin soll ein Interimsmanagement ihre Aufgaben übernehmen. Man habe beschlossen, dass die Gruppe einen weiteren Schritt in ihrer Transformation machen müsse, um Engie zu einer führenden Kraft im Energie- und Klimawechsel zu machen, hieß es weiter. Der Engie-Konzern zählt zu Europas größten Energiekonzernen. Mit 24 Prozent der Anteile ist der Staat Hauptaktionär von Engie.

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Darüber, dass Kocher gehen soll, wird in französischen Medien schon länger spekuliert. Erst vor wenigen Tagen hatten sich führende Unternehmer, Politiker oder Wissenschafter für eine Verlängerung von Kochers Vertrag ausgesprochen. "Mit Isabelle Kocher ist Engie zu einem führenden Akteur im Bereich des grünen Wachstums auf internationaler Ebene geworden", schrieben sie in einem offenen Brief in der Wirtschaftszeitung "Les Echos". Die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner prangerten eine männlich dominierte Geschäftswelt an und betonten, dass Kocher eine Vorreiterin des ökologischen Übergangs in Frankreich sei. (dpa/apa/red)