Atomkraft

Frankreich könnte Atomreaktoren in Saudi Arabien bauen

Frankreich und Saudi Arabien wollen Machbarkeitsstudien zu zwei Kernreaktoren nach dem Vorbild von Areva vornehmen. Weitere 20 Projekte in den Bereichen Verteidigung, Infrastruktur und zivile Luftfahrt in Milliardenhöhe sollen in den nächsten Monaten abgeschlossen werden.

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Die beiden Länder wollen ihre Geschäftsbeziehungen inmitten der gespannten Region vertiefen und haben sich auf zahlreiche Projekte verständigt. "Wir sind dabei, Transaktionen im Wert von zwölf Milliarden Dollar zu unterzeichnen", erklärt der französische Außenminister Laurent Fabius. Frankreich - für seine harte Haltung etwa gegenüber dem Iran bekannt - will damit in der Golfregion neue Verbindungen fördern.

Die Machbarkeitsstudien könnte das Signal für eine Öffnung für Areva sein, in den saudischen Markt einzusteigen. Areva kämpft ohnehin um volumenträchtige Exportaufträge - 2009 hat der Konzern eine Ausschreibung im Nahen Osten verloren, als die Vereinigten Arabischen Emirate ein Konsortium koreanischer Unternehmen für den Bau des ersten Kernkraftwerks in der arabischen Golf-Region beauftragt hat. 

"wir haben unsere Partnerschaft um einen entscheidenden Schritt weitergebracht", erklärt in diesem Zusammenhang ein hochrangiger französischer Diplomat. Frankreich wäre das erste Land gewesen, das ein solches Abkommen mit Saudi Arabien unterzeichnet hat. Das Königreich hat dazu ebenfalls einen nuklearen Entsorgungsvertrag und eine Übereinkunft für die nukleare Sicherheit unterzeichnet. 

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Wie andere ölfördernde Länder im nahen Osten ist auch Saudi Arabien auf der Suche nach Alternativen, um den inländischen Öl- und Gasverbrauch zu minimieren und dafür in nukleare und solare Energie zu investieren. 

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