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Frankreich feiert den australischen U-Boot-Auftrag

Paris hat begeistert auf einen milliardenschweren U-Boot-Auftrag aus Australien reagiert. Wie berichtet hat Australien zuvor den mehrheitlich staatlichen Schiffsbaukonzern DCNS mit dem Bau von U-Booten im Wert von rund 35 Milliarden Euro beauftragt - Thyssenkrupp ging leer aus.

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Paris hat begeistert auf einen milliardenschweren U-Boot-Auftrag aus Australien reagiert. Frankreichs Premierminister Manuel Valls sprach von einem "wunderbaren Erfolg". "Stolz auf unsere Ingenieure, Techniker und Arbeiter", schrieb er am Dienstag auf Twitter. Der Elysee-Palast nannte die Wahl des französischen Anbieters DCNS für den Bau von zwölf U-Booten in einer Mitteilung "historisch".

"Frankreich ist dankbar für das Vertrauen, das Australien ihm beweist", hieß es weiter. Präsident Francois Hollande habe Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian gebeten, nach Australien zu reisen.

Die australische Regierung hatte zuvor den Schiffsbaukonzern DCNS, der mehrheitlich dem französischen Staat gehört, für den Auftrag im Wert von rund 35 Milliarden Euro gewählt.

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Der Auftrag für den U-Boot-Bauer DCNS hat dem Großaktionär Thales diese Woche Auftrieb gegeben. Die Aktien des französischen Rüstungskonzerns, der 35 Prozent an DCNS hält, stiegen an der Börse in Paris um bis zu 3,9 Prozent auf ein Rekordhoch von 79,23 Euro.

DCNS bekam den Zuschlag für den Bau von zwölf U-Booten in Australien und stach damit den deutschen Konzern ThyssenKrupp aus, der ebenfalls im Rennen um einen der lukrativsten Verträge in der Rüstungsbranche weltweit war. Thyssen-Papiere waren mit einem Abschlag von 3,5 Prozent größter Verlierer im Dax. (APA/dpa/Reuters)