Luftfahrt

Frankfurt: Wieder muss ein Großflughafen wegen Drohne Betrieb stoppen

Der Frankfurter Flughafen, einer der größten Flughäfen Europas, musste eine Dreiviertelstunde den Betrieb einstellen - wegen einer Drohne. Allein im Vorjahr gab es in Deutschland 158 Behinderungen des regulären Luftverkehrs wegen Drohnen.

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Wegen einer Drohnensichtung ist der Flugbetrieb am Frankfurter Flughafen am Donnerstagmorgen etwa eine Dreiviertelstunde eingestellt gewesen. Es seien aus Sicherheitsgründen keine Starts und Landungen möglich gewesen, sagte ein Sprecher des Flughafenbetreibers Fraport.

Gegen 07:30 Uhr sei eine Drohne gesichtet worden, bestätigte der Sprecher des Flughafens. Mehrere Hinweise auf das Fluggerät im Süden des Geländes seien eingegangen. Da die Drohne dann aber nicht mehr gesichtet wurde, gab die Bundespolizei in Absprache mit der Flugsicherung den Betrieb um 8.15 Uhr wieder frei. Die Hintergründe der Störung seien noch unklar, so der Sprecher. Landes- und Bundespolizei arbeiteten mit Hochdruck an der Aufklärung. Unter anderem ein Hubschrauber sei im Einsatz.

Auch im März wegen einer Drohne gesperrt

Bereits Ende März war der Flugbetrieb am Frankfurter Flughafen nach der Sichtung einer Drohne für eine halbe Stunde am Nachmittag eingestellt worden. Das Fluggerät war damals ebenfalls im Süden des Flughafens gesehen worden. Am größten deutschen Flughafen waren an diesem Tag von 1.439 Flügen bis zum Abend rund 60 annulliert worden, die meisten allerdings im Zusammenhang mit einer Computerpanne im Flugsicherungszentrum Langen. Wegen der Drohne kamen weitere Verspätungen hinzu.

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158 Behinderungen des regulären Luftverkehrs allein im Vorjahr

Die Deutsche Flugsicherung 2018 hat insgesamt 158 Behinderungen des regulären Luftverkehrs durch Drohnen registriert, etwa 80 Prozent mehr als noch 2017. Im Großraum von Flughäfen seien 125 der Fälle gemeldet worden, erklärte das bundeseigene Unternehmen, das für die Flugverkehrskontrolle in Deutschland zuständig ist. Die meisten Störungen gab es am Flughafen Frankfurt/Main (31), gefolgt von Berlin-Tegel (17), München (14) und Hamburg (12). 2017 waren insgesamt 88 Fälle gemeldet worden. (dpa/apa/red)