Logistik

Frachtraum knapp, Preise auf Rekordniveau

Der aktuelle Transport Market Monitor überrascht mit Extremwerten.

Logistik Transporeon Capgemini Frachtpreise

"Kapazitätsengpässe sind das dominierende Thema der Branche, weshalb sich auch die aktuellen Dieselpreise nicht in den Transportpreisen widerspiegeln."

Es sind hohe Werte, in beide Richtungen: Die Frachtkapazitäten – einerseits – sind tief im Keller. Im Vergleich zum Vorjahr sanken sie im 3. Quartal 2017 um 20,5 Prozent. Die Transportpreise – andererseits – stiegen im Jahresvergleich um sieben Prozent und erreichen nun mit 101,8 Punkten nahezu Allzeithoch. Beide Werte sind gegenüber dem Vorquartal (2/2017) nahezu unverändert.

„Wie bereits in den vergangenen Jahren haben wir nach dem Sommer im September einen Einbruch bei den Transportkapazitäten gesehen“, sagt Ralph Schneider-Maul, SCM-Leiter bei Capgemini Consulting DACH. „In diesem Jahr ist der Rückgang im September jedoch besonders stark ausgefallen, was zu den höchsten Preisen des Jahres führte. Typischerweise würden wir damit rechnen, dass sich das Kapazitätsangebot ab Oktober wieder normalisiert, aber es wird interessant, ob sich dies am aktuellen Markt verwirklicht.”

Ob sich die Situation im vierten Quartal wieder erholt, ist laut Transporeon-Strategiechef Oliver Kahrs „schwer vorherzusagen: Grundsätzlich bleibt das Niveau zu gering. Kapazitätsengpässe sind das dominierende Thema der Branche, weshalb sich auch die aktuellen Dieselpreise nicht in den Transportpreisen widerspiegeln. Die weltpolitischen Entwicklungen lassen zudem vermuten, dass der Preis für Erdöl bald wieder anzieht.“

White Paper zum Thema

Der Transport Market Monitor wird vierteljährlich von der Logistikplattform Transporeon und Capgemini Consulting erstellt. Er basiert auf den (anonymisierten) Informationen der Verlader, die auf Transporeon ihre Bedarfe ausschreiben.

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