Freihandel

Fortschritte bei Verhandlungen zum Freihandelsabkommen Nafta

Die USA, Mexiko und Kanada melden Fortschritte bei den Verhandlungen zum nordamerikanischen Freihandelsabkommen Nafta. Die Unterhändler rechnen zum Monatsende mit ersten Teilergebnissen.

Bei den Verhandlungen zur Überarbeitung des nordamerikanischen Freihandelsabkommens Nafta sind die Vertreter Kanadas, Mexikos und der USA nach eigenen Angaben vorangekommen. Sie versuchten damit nicht zuletzt Zweifel daran auszuräumen, dass die USA weiter hinter dem Abkommen stehen.

Die Gespräche am Wochenende in Mexiko-Stadt hätten Fortschritte bei der gemeinsamen Formulierung einiger Vorschläge gebracht, hieß es in einer Erklärung des US-Handelsbeauftragen Robert Lighthizer, der kanadischen Außenministerin Chrystia Freeland und dem mexikanischen Wirtschaftsminister Ildefonso Guajardo.

Teilergebnisse könnten bereits bei der nächsten Verhandlungsrunde vom 23. bis 27. September in Kanada verkündet werden, teilten die Unterhändler zum Abschluss der Gespräche in Mexiko mit. Die Verhandlungsführer bekräftigten das Ziel, ihre Unterredungen gegen Ende des Jahres abzuschließen.

In welchen Themenbereichen Fortschritte erzielt wurden, blieb zunächst unklar. US-Vertreter Lighthizer fordert wie Trump tiefgreifende Veränderungen in dem Handelspakt: So müssten die Nachteile angesprochen werden, die die Abschaffung der meisten Zölle zwischen den drei Ländern für die US- Industrie gebracht habe.

Nafta ist das größte Freihandelsabkommen der Welt. Der Binnenmarkt aus USA, Kanada und Mexiko umfasst 460 Millionen Menschen und verfügt über eine gemeinsame Wirtschaftsleistung von rund 20 Billionen US-Dollar. Der Handel zwischen den drei Teilnehmern beträgt rund eine Billion Dollar. Der Vertrag muss auf Druck der USA nachverhandelt werden, weil Präsident Donald Trump die Vereinigten Staaten benachteiligt sieht.

Nach Ansicht von Nafta-Kritikern wurden Arbeitsplätze aus den USA nach Kanada und Mexiko verlagert, wo niedrigere Löhne gezahlt werden. Befürworter halten dem entgegen, dass durch das Freihandelsabkommen in den USA Jobs geschaffen wurden und die Probleme im produzierenden Gewerbe eher auf Konkurrenz aus China zurückzuführen sind. (dpa/reuters/apa/red)