Corona-Strategien

Förderwesen: Neun Forderungen an die Politik aus der Wärmewirtschaft

Österreichs Wärmewirtschaft macht sich für eine gezielte Förderung von Heizungsmodernisierungen stark - der Neun-Punkte-Plan im Detail.

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 „Praxisnaher und leistbarer Klimaschutz ist das wirksamste Mittel gegen die steigende Arbeitslosigkeit und zum Schutz unserer Lebensräume“: Austria-Email-Vorstand Martin Hagleitner

Die "gezielte Förderung von Heizungsmodernisierungen" fordert das Zukunftsforum SHL, ein branchenübergreifender Zusammenschluss aus Bundes- und Landesinnungen der Installateure, Qualitätsherstellern und Vertretern des Großhandels. „Praxisnaher und leistbarer Klimaschutz ist das wirksamste Mittel gegen die steigende Arbeitslosigkeit und  zum Schutz unserer Lebensräume“, sagt  Austria-Email-Vorstand Martin Hagleitner, der dem Zukunftsforum vorsteht. Direkte Investitionen in die Heizungsmodernisierung würden nicht nur die Konjunktur und das Steueraufkommen, sondern gleichzeitig Umwelt und Haushaltsbudget entlasten.

Neun-Punkte-Plan

Stellvertretend für die Wärmewirtschaft konzipierte das Forum gemeinsam mit sechs weiteren Verbänden einen 9-Punkte-Plan. Förderungen sollten modular - also nicht an andere Sanierungsmaßnahmen gebunden -, unbürokratisch und österreichweit einheitlich und konstant zu beantragen sein. Zudem sollten die Förderungen ergebnisorientiert im Sinne einer CO2-Senkung strukturiert sein, anstatt den Verbraucher an einen bestimmten Energieträger zu binden.

Die Neuauflage des Raus-aus-dem-Öl-Bonus, der in Kürze wieder verfügbar sein wird, "ist bereits ein wegweisender Schritt in die richtige Richtung", so Hagleitner. Die Berücksichtigung und unkomplizierte Absetzbarkeit nachhaltiger Heizinvestitionen bei der kommenden Steuerreform sei ein zweiter Schritt. Um die Förderungen bestmöglich an die Lebenssituation der Verbraucher anpassen zu können, brauche es zudem handfeste Daten zur Sanierungslage in Österreich in Form einer bundesweiten Datenbank.

White Paper zum Thema

Das türkis-grüne Regierungsprogramm sieht unter anderem die Neugestaltung des Fördersystems in enger Zusammenarbeit mit den Bundesländern vor. Als Bindeglied zwischen Politik und Verbraucher empfiehlt das Zukunftsforum SHL einen nachhaltigen Mix aus unbürokratischen Anreizen, der zur Lebenssituation der Österreicher passt, flankiert von angemessenen Geboten und integralen Maßnahmen.

Eine weitere wichtige Säule im geplanten Konjunkturprogramm spielt der Fachkräftemangel – schließlich braucht es genug Installateure, die das Maßnahmenpaket auch umsetzen können.