Infrastruktur

Flughafen Wien warnt vor Verkehrskollaps bei der Anreise zum Airport

Der Vorstand des Wiener Flughafens warnt vor massiven Schwierigkeiten auf der Verbindung zwischen Wien und dem Flughafen. Die Bahnen CAT und die S-Bahn seien bereits an der Kapazitätsgrenze.

Der Flughafen Wien warnt vor einem Verkehrskollaps bei der Anreise zum Airport. Nach dem Brand im Tunnel Rannersdorf müssten alle Alarmglocken schrillen, sagte Vorstand Günter Ofner. Auch die S-Bahnen sowie der City Airport Train (CAT) seien voll. Ofner denkt nun laut darüber nach, die CAT-Nutzung für Mitarbeiter einzuschränken.

"Die S7 ist voll, der CAT ist voll"

Der Anteil der Passagiere, die mit dem Auto zum Flughafen kommen, sei in den vergangenen Jahren von 50 auf 30 Prozent zurückgegangen. "Wo es ein gutes Bahnangebot gibt, wird es auch genutzt", so Ofner, der auf einen Ausbau drängt, sonst würden die Probleme massiv zunehmen.

"Die S7 ist voll, der CAT ist voll. Wir glauben, dass der Ausbau der Strecke höchste Priorität haben muss", sagte Ofner. Der Appell dränge auch deshalb, weil solche Projekte auch immer viel Vorlaufzeit haben. Mehr Züge auf der Bahnstrecke zwischen Wien-Mitte und Flughafen wären nur möglich, wenn statt dem CAT Garnituren der Schnellbahnlinie S7 verkehren würden.

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CAT wird nicht infrage gestellt

Vorstandskollege Julian Jäger räumte ein, dass der CAT die Kapazität auf der Bahnstrecke senkt. Jäger stellt den City Airport Train, an dem der Flughafen 50,1 Prozent und die ÖBB halten 49,9 Prozent, dennoch nicht infrage. Es sei auf der ganzen Welt etabliert, dass es einen Flughafen-Zug direkt in die Stadt gibt, "der nicht alle hundert Meter stehen bleibt".

Mit 16 Minuten Fahrzeit ist der grün-schwarze Zug um lediglich neun Minuten schneller als die deutlich günstigere S-Bahnlinie S7, die für dieselbe Strecke 23 Minuten braucht - ein Umstand, auf den mittlerweile auch viele Reiseführer hinweisen.

Uber-Fahrer blockieren Parkplätze

Eine positive Zwischenbilanz zog Ofner beim neuen Vorfahrtssystem: Der Bereich der Abflugrampe ist seit Ende April eine Kurzparkzone, wo kostenloses Halten für zehn Minuten erlaubt ist. Vor allem Uber-Fahrer hatten die Flächen blockiert - diese würden nun kreisen, so Ofner. (apa/red)

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