Zeitkonten und Zuschläge

Tageshöchstarbeitszeit: Die Industrie will noch mehr

Der Fachverband der Maschinen-, Metallwaren- und Gießereiindustrie und die Gewerkschaften haben eine Flexibilisierung der Arbeitszeiten ab Juli vereinbart. Die SPÖ sieht die Einigung als einen Sieg für Sozialpartnerschaft - die Industrie fordert mehr.

Die Einigung auf flexiblere Arbeitszeiten zwischen den Arbeitnehmern und Arbeitgebern in der Maschinen- und Metallbauindustrie wird von beiden Seiten als Beweis für die funktionierende Sozialpartnerschaft gesehen. Für Arbeiterkammer-Präsident Rudolf Kaske beweist der Kompromiss, "dass Sozialpartnerschaft gelebt wird und funktioniert".

"Die jetzige Einigung ist ein klares Zeichen für die Handlungsfähigkeit der Sozialpartner. Es zeigt, dass wir auch in schwierigen Zeiten willens und fähig sind, gute Lösungen zugunsten des Standorts und damit zugunsten von Wachstum und Beschäftigung zustande zu bringen", meinte auch Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl.

Auch die Industriellenvereinigung (IV) sprach von einem wichtigen Schritt, ist aber noch nicht ganz zufrieden. "Nicht gelöst wird damit leider das Grundproblem eines zu engen gesetzlichen Arbeitszeitkorsetts", so IV-Generalsekretär Christoph Neumayer. Der nächste Schritt müsse nun die Anhebung der Tageshöchstarbeitszeit sein.