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Flaute in Deutschland ist die größte Sorge heimischer Firmen

In einer Umfrage des Wirtschaftsbunds sagen vier von zehn Befragten, eine rückläufige Wirtschaftsentwicklung Deutschlands sei ihre größte Sorge. Ebenfalls große Kopfschmerzen bereitet das Thema Digitalisierung - erst an dritter Stelle steht der Blick in die eigenen Auftragsbücher.

Standort Österreich Deutschland Wirtschaftsbund Kurt Egger

Bei einer im Auftrag des Wirtschaftsbunds durchgeführten repräsentativen Umfrage unter österreichischen Unternehmen gaben fast vier von zehn Befragten eine rückläufige Wirtschaftsentwicklung Deutschlands als ihre Hauptsorge an. Der Wirtschaftsbund ist eine Teilorganisation der ÖVP.

Digitalisierung bringt vielen Firmenchefs große Schwierigkeiten

An zweiter Stelle steht die Digitalisierung, an dritter Stelle wird der Blick in die eigenen Auftragsbücher als Quelle für Sorgen genannt, heißt es im Wirtschaftsbund-Monitor.

Die Umfrage bei 1.011 repräsentativ ausgewählten Unternehmern bzw. Wirtschaftstreibenden wurde vom IMAS-Institut von 22. Oktober bis 5. Dezember durchgeführt - also deutlich vor der Koalitionseinigung. Damals wünschten sich 34 Prozent der Befragten eine ÖVP-Grüne-Koalition, 23 Prozent eine Regierung von ÖVP, Grünen und Neos. 16 Prozent wollten eine ÖVP-FPÖ-Regierung und nur 8 Prozent eine ÖVP-SPÖ-Koalition. Noch unbeliebter war eine ÖVP-Minderheitsregierung mit 6 Prozent. Die Frage nach einer Regierung ohne ÖVP wurde gar nicht gestellt.

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Wirtschaftsbund-Generalsekretär Kurt Egger verweist aber auch auf den Optimismus der Unternehmer: Rund 70 Prozent sehen demnach mit Zuversicht in die Zukunft. "Was die Wirtschaft jetzt braucht, ist eine stabile Regierung mit einem klaren wirtschaftsfreundlichen Kurs. Zukunftsthemen wie Klima- und Umweltschutz müssen angepackt werden. Das gelingt aber nur mit den Unternehmern und nicht gegen sie", so der Funktionär. (apa/red)

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