Coronahilfen

Fixkostenzuschuss: Die wichtigsten Eckdaten für Antragsteller

Ab sofort können Unternehmen den Ersatz von Fixkosten beantragen, wenn ihr Umsatz um mindestens 30 Prozent gefallen ist. Ein Unternehmen bekommt je Periode maximal 800.000 Euro. Auch den Umsatzersatz für Betriebe, die im zweiten Lockdown schließen mussten, kann man nun beantragen.

Coronahilfen Standort Österreich Gernot Blümel Werner Kogler

Unternehmen können ab heute Nachmittag den Ersatz von Fixkosten beantragen, wenn ihr Umsatz um mindestens 30 Prozent gefallen ist. Eine solche Hilfe in der Coronapandemie gab es bereits für die Zeit von Mitte März bis Mitte September (Fixkostenzuschuss 1), nun wird diese Förderung auch für die Zeit von Mitte September bis Juni 2021 möglich (Fixkostenzuschuss 2). Je Periode können pro Unternehmen maximal 800.000 Euro Förderung fließen.

Weitere Coronahilfe für Dezember geplant

Voraussichtlich im Dezember soll es eine weitere auf den Fixkosten aufbauende Unterstützung geben, die dann je Unternehmen bis zu 3 Mio. Euro bringen soll, teilten Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) und Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit.

Diese Beihilfe fließt nur für jenen Teil der Fixkosten, der nicht von Unternehmensgewinnen gedeckt ist. Damit sei die Berechnung kompliziert und in der Regel nur im Nachhinein möglich, so Blümel, da die Verluste im Voraus schwer zu schätzen seien. Auch diese Förderung läuft unter der Bezeichnung Fixkostenzuschuss 2, hat aber eine andere Rechtsbasis und Berechnungsweise als der ab sofort beantragbare Fixkostenzuschuss 2 mit bis zu 800.000 Euro.

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Auch Umsatzersatz ab sofort zu beantragen 

Ab sofort zu beantragen ist auch der Umsatzersatz für Betriebe, die im zweiten Lockdown schließen mussten. Wie angekündigt erhalten Dienstleister als Entschädigung für die zwangsweise Schließung 80 Prozent des Vorjahresumsatzes, Handelsbetriebe hingegen zwischen 20 und 60 Prozent.

Ein Kfz-Händler werde mit 20 Prozent auskommen müssen, Blumenhändler oder Modegeschäfte, deren Ware verderblich ist, mit 60 Prozent. Dieser Umsatzersatz ist über Finanzonline zu beantragen. Regelungen für indirekt betroffene Zulieferer werden noch ausgearbeitet.

Zwei Tranchen beim "Fixkostenzuschuss 2"

Der mögliche "Fixkostenzuschuss 2" bis 800.000 Euro wird in zwei Tranchen ausbezahlt, erst zu 80, dann zu 20 Prozent. Der Zuschuss ist aliquot zum Umsatzrückgang. Unternehmen mit einem Jahresumsatz bis zu 120.000 Euro können davon 30 Prozent pauschal und ohne Steuerberater beantragen.

Auch ist die Basis, was alles als Fixkosten akzeptiert wird, größer. Im Gegensatz zum Fixkostenzuschuss 1 können nun etwa auch Leasingraten, Abschreibungen (Afa) und frustrierte Aufwendungen, also schon angefallene Kosten für Projekte, die wegen der Pandemie nicht verwirklicht wurden, angerechnet werden. (apa/red)