Oberösterreich

Finanzfirmen hinter Zulieferer HTI entscheiden über Abspaltung

In Kürze entscheiden die derzeitigen Besitzer des Zulieferers HTI über den geplanten Verkauf der Sparte für Kunststoffspritzguss. Ein Teil vom Erlös soll sofort an eine Finanzfirma fließen - mit dem Rest will HTI den Befreiungsschlag schaffen.

Die börsennotierte oberösterreichische Auto- und Luftfahrtzulieferfirma HTI High Tech Industries AG lädt die Aktionäre am 19. Dezember zu eine außerordentlichen Hauptversammlung ein.

Einziger Tagesordnungspunkt ist der geplante Verkauf der Tochter HTP Holding an die deutsche Nanogate SE bzw. die Alloy HoldCo LLC um rund 14,6 Mio. Euro, für den die Zustimmung der Hauptversammlung notwendig ist.

HTI beabsichtigt, sich vom Geschäftsbereich Kunststoffspritzguss zu trennen und hat dazu am 20. November wie berichtet mit Nanogate einen Rahmenvertrag über die Einbringung der HTP in die Nanogate abgeschlossen.

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HTI wird dafür 275.000 Nanogate-Aktien erhalten, diese aber umgehend an ihren Haupt-Financier Alloy weiterverkaufen. Dort werden damit Verbindlichkeiten in Höhe von 4,6 Mio. Euro getilgt.

Der verbleibende Betrag von 9,9 Mio. Euro soll insbesondere zur Stärkung des Geschäftsbereichs der Gruber & Kaja High Tech Metals GmbH verwendet werden, geht aus der im Amtsblatt veröffentlichten Einladung hervor. (apa/red)

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