Logistik

Finanzfirma setzt sich durch: Chef des Logistikers Panalpina tritt zurück

Die Finanzfirma Cevian hat sich wieder eingemischt: Peter Ulber, Präsident des Schweizer Logistikkonzerns Panalpina, wirft das Handtuch.

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Der Verwaltungsrats-Präsident des Schweizer Logistikkonzerns Panalpina, Peter Ulber, tritt nach der Kritik des Investors Cevian im Mai 2019 zurück. Den langfristigen Zielen des Unternehmens sei mit der Wahl eines unabhängigen Präsidenten am besten gedient, erklärte Ulber in einer kürzlich veröffentlichten Mitteilung.

Der Manager ist auch Mitglied des Stiftungsrats des Hauptaktionärs Ernst Göhner Stiftung. Cevian hatte ihm im Oktober deshalb Interessenkonflikte vorgeworfen. Angesichts der unbefriedigenden Entwicklung des Unternehmens forderten die Schweden zudem seinen Rücktritt.

Eine Panalpina-Sprecherin wollte sich nicht der Frage äußern, ob Ulber mit seinem Abgang auf die Forderung des zweitgrößten Aktionärs reagiere. Panalpina werde nun die Suche nach einem unabhängigen Präsidenten einleiten. Die Stiftung werde im Einvernehmen mit anderen großen Aktionären die Wahl eines unabhängigen Präsidenten unterstützen, erklärte ein Sprecher. Cevian konnte für eine Stellungnahme nicht erreicht werden.

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Die Ernst Göhner Stiftung hält dem Geschäftsbericht zufolge 45,9 Prozent an Panalpina, Cevian 12,3 Prozent. Der Aktivist stieg vor acht Jahren bei Panalpina ein und ist im Verwaltungsrat mit Ilias Läber vertreten. Neben Cevian hatte sich im Frühjahr bereits der US-Großaktionär Artisan kritisch zur Entwicklung bei Panalpina geäußert. (reuters/apa/red)