Batteriehersteller

Finanzfirma ohne Finanzen: Nissan stoppt Verkauf der Batteriesparte an Chinesen

Nissan hat den geplanten Milliardenverkauf seiner Batteriesparte an die chinesische Finanzfirma GSR Capital gestoppt. Der Käufer hatte offenbar nicht genug Geld.

Der japanische Autobauer Nissan hat den geplanten Milliardenverkauf seines Batteriegeschäftes an die chinesische GSR Capital abgeblasen. Der Investmentfirma hätten die Mittel gefehlt, um die Übernahme zu stemmen, teilte Nissan mit.

Die Transaktion, die sich bereits mehrfach verzögert habe, habe daher nicht wie geplant am 29. Juni abgeschlossen werden können. Nissan halte aber grundsätzlich an seinen Verkaufsplänen fest, betonte ein Sprecher. GSR wollte das nicht kommentieren.

Nissa, LG und Samsung sind Hauptlieferanten in diesem Segment

Nach Informationen von Insidern gehörte auch Panasonic zu den Kaufinteressenten. Zusammen mit der südkoreanischen LG Chem und Samsung Electronics ist das japanische Elektronikunternehmen ein Hauptlieferant von elektrischen Autobatterien. Zu den Kunden zählt auch Tesla.

Vergangenen August hatte Nissan angekündigt, die Automotive Energy Supply mit Batteriewerken in den USA, England und Japan zu verkaufen. Reuters hatte von einem Insider damals erfahren, dass GSR zugestimmt habe, Nissan eine Mrd. Dollar (858 Mio. Euro) für den Deal zu zahlen. Doch die Verhandlungen zogen sich hin.

Nissan hält 51 Prozent der Anteile und hatte die Transaktionsfrist gegenüber dem ursprünglichen Stichtag vom Dezember 2017 dreimal verlängert. Übrige Anteilseigner sind NEC mit 42 Prozent und deren Tochter NEC Energy Devices mit sieben Prozent. (reuters/apa/red)

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