Stahlindustrie

Finanzfirma Elliott: Wir wollen Thyssen nicht zerschlagen

Bei Thyssenkrupp wehrt man sich gegen den aggressiven Kurs der Finanzfirmen Cevian und Elliott. Ein Sprecher von Elliott widerspricht: Man wolle gar keine Zerschlagung. Auch die Aufzugsparte solle nicht gleich verkauft werden - sondern zuerst "aufgehübscht."

Der US-Hedgefonds Elliott hat sich gegen eine Aufteilung des Essener Industriekonglomerats Thyssenkrupp ausgesprochen. "Wir wollen nicht, dass Thyssenkrupp zerschlagen wird. Damit würde man Wertpotenzial des Konzerns verschenken", sagte der in London ansässige Elliott-Manager Franck Tuil dem "Manager Magazin".

Elliott hat einen Anteil an Thyssenkrupp von weniger als drei Prozent. Aus Streit über die Strategie des Konzerns waren ThyssenKrupp-Chef Heinrich Hiesinger und Aufsichtsrats-Chef Ulrich Lehner zurückgetreten.

Dazu:
Thyssenkrupp-Chef will mit neuen Zielen Finanzfirmen besänftigen >>  
Nächster Rücktritt bei Thyssenkrupp: Finanzfirmen wetten auf eine Zerschlagung >>

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Die Aufzugsparte nicht gleich verkaufen - sondern zuerst "aufhübschen"

Elliott gehört dem Investor Paul Singer. Der Fonds sei gegen einen schnellen Verkauf der Aufzugssparte an den finnischen Wettbewerber Kone, berichtete das Magazin.

Stattdessen rate Elliott dazu, das Aufzugsgeschäft zunächst mit Zukäufen in Nordamerika und Asien aufzuhübschen und dann zu einer Gemeinschaftsfirma mit Kone zu fusionieren. An der könnten die Deutschen langfristig beteiligt bleiben.

Wie es aussieht, unternimmt der gerade amtierende Konzernchef von Thyssenkrupp genau das: Thyssenkrupp baut Aufzugsparte stark aus - in den USA >>

https://www.youtube.com/watch?v=E7QlAsxJP-g Einblicke in den Thyssenkrupp Multi - den ersten seilfreien Aufzug

(reuters/apa/red)

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