Elektroindustrie

Finanzfirma Cevian will ABB aufspalten

Die Finanzfirma Cevian will die Netzwerksparte des Schweizer Industrieriesen ABB abspalten und an die Börse bringen. Der aktionistische Hedgefonds wird immer wieder für sein aggressives Auftreten kritisiert. Die "Heuschrecke" ist bei zahlreichen Industriebetrieben an Bord, etwa bei Thyssenkrupp und Volvo.

Großaktionär Cevian will den kriselnden Schweizer Elektrotechnikkonzern ABB aufspalten. "Die Ausgliederung der Netzwerktechnik ist der einzige rationelle und logische Geschäftsentschluss", sagte Cevian-Co-Chef Christer Gardell der Zeitung "Svenska Dagbladet".

Die Netzwerktechnik und der Rest des Elektrotechnikkonzerns dürften zusammen mindestens 35 Franken (31,18 Euro) pro Aktie wert sein, sagte ein Cevian-Sprecher. Gegenwärtig notiert die ABB-Aktie bei gut 21 Franken. Die Aktien der Netzwerktechnik sollen dann in Zürich und Stockholm an die Börse gebracht werden, schlägt Gardell weiter vor. Hier alle Meldungen zu Cevian im Überblick.

Der Hedgefonds Cevian ist mit einem Anteil von über fünf Prozent der zweitgrößte Aktionär von ABB. ABB will sich auf einer Investorenveranstaltung am 4. Oktober zu den Plänen für die Division äußern. (APA/Reuters/red)

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