Abgasaffäre

Fiat will offenar mehrere Modelle umrüsten - wegen "Unregelmäßigkeiten"

Mehrere Automodelle des italienischen Herstellers Fiat bekommen ein Software-Update wegen Abgas-Unregelmäßigkeiten. Bisher setzt eine Software die Abgasreinigung nach 22 Minuten aus. Der Streit zwischen Berlin und Rom schwelt weiter.

Mehrere Automodelle des italienischen Herstellers Fiat bekommen ein Software-Update wegen Abgas-Unregelmäßigkeiten. Dies sagten italienische Behördenvertreter kürzlich bei einem Treffen mit der EU-Kommission zu, wie die Nachrichtenagentur AFP aus informierten Kreisen erfuhr.

Das Update soll demnach einen Mechanismus außer Kraft setzen, der die Abgasreinigung bisher nach 22 Minuten Laufzeit abschaltet. Wie viele Autos von der Umrüstung betroffen sind und wann diese beginnt, blieb zunächst unklar.

Das deutsche Verkehrsministerium wirft Fiat vor, ähnlich wie Volkswagen eine unerlaubte Software zur Abgasmanipulation in seine Dieselautos eingebaut zu haben. Es stützt sich dabei auf Tests, die es nach Bekanntwerden des VW-Skandals für zahlreiche Dieselautos in- und ausländischer Hersteller angeordnet hatte.

Das Ministerium forderte auch die EU-Kommission zum Eingreifen auf. Die Behörde leitete ein Mediationsverfahren zwischen Italien und Deutschland ein, das derzeit noch läuft. Italien bestreitet, dass die Fiat-Software illegal ist.

Mitte Jänner beschuldigte auch die US-Umweltbehörde EPA den Konzern Fiat Chrysler, in rund 104.000 Diesel-Fahrzeugen eine Software zur Verfälschung der Abgaswerte eingebaut zu haben. Das Unternehmen wies die Vorwürfe zurück und kündigte an, es wolle versuchen, eine möglichst auch rückwirkend geltende Genehmigung für die umstrittene Software zu erhalten. (afp/apa/red)