Automobilindustrie

Fiat Chrysler produziert in Serbien weniger

Fiat Chrysler baut in Serbien die Baureihe Fiat 500 L. Dieses Jahr ist die Produktion von rund 60.000 auf 40.000 Autos gesunken.

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Die serbische Tochter von Fiat Chrysler hat die Produktion heuer weiter zurückgefahren. Im Betrieb im zentralserbischen Kragujevac wurden inoffiziellen Angaben zufolge seit Jahresbeginn nur rund 40.000 Autos vom Typ "500 L" hergestellt. Im Vorjahr waren es noch etwa 60.000 gewesen.

Bei der serbischen Tochter von Fiat Chrysler wurde die Produktion für das heurige Jahr diese Woche beendet. Die Beschäftigten sollen die Fertigung dann am 15. Jänner 2020 wieder aufnehmen, wie der TV-Sender "N1" unter Berufung auf Zoran Markovic, den Gewerkschaftschef bei Fiat Chrysler, berichtete.

Zastava: In den 1990er Jahren arbeitete Porsche mit

Fiat hatte im Jahr 2008 den serbischen Autobauer Zastava übernommen, der Autos auf Basis einer alten Fiat-Lizenz produziert hatte. Dem italienischen Autokonzern gehören 67 Prozent, 33 Prozent der Firmenanteile befinden sich noch in Staatsbesitz.

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Einst war der jugoslawische und später serbische Hersteller Zastava ein international exportierender Autobauer, der seit den 1950er Jahren Fahrzeuge in Lizenz von Fiat und später als eigene Entwicklung fertigte und einige Modelle nach Westeuropa und in die USA verkaufte.

Eines dieser Modelle war etwa der seit 1981 verkaufte "Zastava Yugo 45". In den 1990er Jahren beteiligten sich der deutsche Sportwagenbauer Porsche und der Zulieferer Bosch an der Weiterentwicklung des Motors. Italiens legendärer Autodesigner Giorgetto Giugiaro, der die Originalformen des ersten Volkswagen Golf entworfen hat, beteiligte sich an Überarbeitungen. Doch zur Serienfertigung des neuen Zastava Yugo sollte es wegen des Ausbruch des Krieges im ehemaligen Jugoslawien nicht mehr kommen. (APA/red)

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