Autozulieferer

Fiat Chrysler: Bei Magneti Marelli schlagen Japaner zu

Fiat Chrysler verkauft seinen konzerninternen Zulieferer Magneti Marelli an die japanische Firma Calsonic Kansei. Damit gibt es in dieser Branche eine neue weltweite Nummer 7.

Der Autobauer Fiat Chrysler will seine Zuliefertochter Magneti Marelli um 6,2 Mrd. Euro an den japanischen Autozulieferer Calsonic Kansei verkaufen. Der japanische Hersteller gehört zur berüchtigten Finanzfirma KKR. Damit entstehe ein neuer Gigant in der Branche mit einem Umsatz von 15,2 Mrd. Euro im Jahr, erklärten die Konzerne gemeinsam in London.

Eine neue weltweite Nummer 7

Dadurch entstehe die Nummer 7 in der Branche. Mit einem Abschluss der Transaktion wird im ersten Halbjahr 2019 gerechnet, wenn die Behörden zustimmen, hieß es weiter.

Erste große Entscheidung des neuen Fiat-Chefs

Der Verkauf von Magneti Marelli ist die erste große Entscheidung des neuen Konzernchefs Mike Manley. Er hatte den Posten im Juli übernommen, nachdem der langjährige Konzernlenker Sergio Marchionne schwer erkrankt war und später starb.

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Fiat hatte im April noch angekündigt, Magneti Marelli abzuspalten und an die Börse bringen zu wollen. Magneti Marelli ist in 19 Ländern vertreten. Zu den Kunden gehören die großen Automobilkonzerne in Europa, Nord- und Südamerika und Asien. Bei Calsonic Kansei und KKR war niemand für Stellungnahmen zu erreichen. (dpa/reuters/apa/red)

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